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Versuche

Tiefe Temperaturen

In Haushaltskühlschränken herrschen Temperaturen im Bereich von 5°C bis 8°C. Mit Hilfe von Gefriertruhen lassen sich im Haushalt Temperaturen bis herunter zu -20°C erzeugen.

Durch Verfahren, auf die an dieser Stelle noch nicht eingegangen werden kann, ist man heute großtechnisch in der Lage, Temperaturen im Bereich von -200°C herzustellen. Auf diese Weise lässt sich auch der Stickstoff, der in unserer Luft enthalten ist, verflüssigen. Mit flüssigem Stickstoff lassen sich eine Reihe einfacher Experimente mit merkwürdigem Ausgang durchführen. Der flüssige Stickstoff wird in gut wärmeisolierenden Kannen aufbewahrt (Dewargefäß), da er sonst sehr schnell verdampfen würde. Die direkte Berührung von flüssigem Stickstoff sollte man vermeiden, dies würde zu Blasen auf der Haut führen (ähnlich wie man sie beim Berühren von sehr heißen Gegenständen bekommt). 

Dewargefäß

Einfache Experimente mit flüssigem Stickstoff

  • Eine Glocke aus Blei klingt bei Zimmertemperatur dumpf.
  • Kühlt man die Glocke in flüssigem Stickstoff, so klingt sie hell.
  • Taucht man einen elastischen Gummischlauch in flüssigen Stickstoff, so wird der Schlauch spröde und kann mit einem Hammer zerschlagen werden (Bilder der Chemie Uni Siegen).
  • Eine Blume verändert beim Abkühlen in flüssigem Stickstoff die Farbe, sie wird hart und spröde.
  • Schüttet man flüssigen Stickstoff auf einen Kunststoffboden, so gleiten Flüssigkeitstropfen scheinbar reibungsfrei über den Boden (Leidenfrostsches Phänomen). Ein in der Flüssigkeit gekühltes Papiertaschentuch wird zu einem perfekten Gleiter (Bild rechts).