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Grundwissen

Erneuerbare Energien

Mit dem Begriff erneuerbare oder auch regenerative Energien bezeichnet man alle Primärenergien, die für Zeiträume, welche - bezogen auf das menschliche Dasein - unerschöpflich sind. Für die erneuerbaren Energien kommen im wesentlichen drei Quellen in Frage:

  • Die Strahlungsenergie der Sonne, welche eine Folge der Atomkernverschmelzung im Sonneninneren ist.
    • Die Erwärmung der Eroberfläche führt zur Verdunstung des Wassers und damit zum Niederschlag. Mit Wasserkraftwerken wird schon seit sehr langer Zeit die im Wasser steckende Bewegungs- und Lageenergie genutzt.
    • Die Erwärmung der bodennahen Luftschichten führt zum Wind, der ebenfalls schon seit frühen Zeiten zum Antrieb von Mühlen u.ä. genutzt wird. In jüngster Zeit erlebt die Wandlung der "Windenergie" in elektrische Energie gerade in Deutschland einen rasanten Aufschwung.
    • Die Strahlungsenergie der Sonne kann in der Solarzelle direkt in elektrische Energie gewandelt werden.
    • In thermischen Kollektoren gelingt die Umwandlung der Strahlungsenergie in innere Energie.
    • Die Strahlungsenergie ist aber auch Grundlage der Photosynthese, die wiederum erst das Wachstum von Pflanzen ermöglicht. Pflanzen können als Energieträger genutzt werden (Biomasse).
    • Die Erwärmung der Erdoberfläche und der erdnahen Atmosphärenschichten kann mit Meereswärmekraftwerken oder z.B. mit Wärmepumpen genutzt werden.
  • Die Erdwärme (Geothermie) mit der man die im oberen Teil der Erdkruste gespeicherte innere Energie bezeichnet.
  • Die auf der Gravitationskraft beruhende Planetenbewegung, insbesondere die Bewegung des Mondes um die Erde, welche zu den Meeresgezeiten führt. Mit Gezeitenkraftwerken kann z.B. elektrische Energie gewonnen werden.

Hinweis:
Energie ist grundsätzlich nicht erneuerbar (dies ist eine Folge des Energieerhaltungssatzes). Wenn wir die Sonnenenergie nutzen, dann zweigen wir von den riesigen Energiemengen, die von der Sonne auf die Erde strömen einen kleinen Teil ab und "entwerten" diesen. Da die Sonne noch etwa 5 Milliarden Jahre strahlen wird, eine für menschliche Dimensionen fast "unendlich lange" Zeit, sind die Energievorräte der Sonne für uns nahezu unerschöpflich (man sagt neuerdings dazu: nachhaltig).

Die fossilen Energieträger (Öl, Gas und Kohle) zählen in diesem Sinne nicht zu den erneuerbaren Energien, obwohl die fossilen Brennstoffe auch heute noch neu entstehen. Wir verheizen diese Rohstoffe nämlich sehr viel schneller, als sie nachgebildet werden und daher sind sie für uns nicht regenerativ. Es hat mehrere Millionen Jahre gedauert, bis Öl, Gas und Kohle entstanden sind. Die Menschen verheizen dieses Gut in einer - im Vergleich dazu - minimalen Zeit.

Weitere Informationen unter "Ausblicke".

Hinweis:
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) stellt eine Vielzahl von Broschüren bereit, welche sich mit den erneuerbaren Energien (EE) beschäftigen. Zwei davon sollen besonders hervorgehoben werden:

Erneuerbare Energien / Material für Bildung und Information (2008) (ca. 7 MB)