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Grundwissen

Grundbegriffe der Energietechnik

Wenn man Statistiken zur Energietechnik betrachtet, so treten immer wieder die Begriffe Primär-, End- und Nutzenergie auf. Erklärungen für diese Begriffe:

Primärenergie
Unter Primärenergie versteht man die primär aus Energiequellen verfügbare Energie (z.B. Brennwert von Kohle). Primärenergieträger sind z.B. Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Ergas, Wasser, Wind, Kerbrennstoffe, Solarstrahlung usw.
Die Primärenergie wird durch Kraftwerke, Raffinerien usw. in die sogenannte Endenergie umgewandelt. Dabei kommt es Umwandlungsverlusten. Ein Teil der Primärenergie wird dem nichtenergetischen "Verbrauch" zugeführt (z.B. Rohöl für die Kunststoffindustrie).

Endenergie
Die - gegebenenfalls durch Umwandlung von Primärenergie - dem Verbraucher zugeführte Energie. Zum Beispiel wird aus dem Primärenergieträger Kohle die Fernwärme gewonnen und dem Verbraucher bereitgestellt. Weitere Endenergieträger können sein: Treibstoffe, Strom, Gas usw.

Nutzenergie
Unter der Nutzenergie versteht man denjenigen Anteil der Endenergie, welcher vom Verbraucher nach Abzug von Verlusten bei der Nutzung zur Verfügung steht (z.B. Licht; mechanische Energie eines Motors usw.).

Energiefluss in der BRD im Jahre 2000 (nach BMWi)
sämtliche Prozentangaben beziehen sich auf die Primärenergie

Faustregel über das Verhältnis der Energien:

Primärenergie : Endenergie : Nutzenergie = 3 : 2: 1