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Ausblick

Lichtphänomene

Regenbogen

Regnet es vor einem und scheint gleichzeitig die Sonne hinter einem, so kann man das Naturphänomen "Regenbogen" beobachten. Man sieht den inneren Hauptregenbogen und den äußeren Nebenregenbogen. Die Farbreihenfolge ist jeweils umgekehrt.

Auch im Gischt von Wasserfällen (links) oder Springbrunnen (rechts) kann man bei richtigem Sonnenstand einen Regenbogen beobachten.

Halo

Scheint die Sonne oder der Mond durch sehr hohe feine Wolken, so kann sich eine Halo bilden. Die Halos sind kreisrunde manchmal farbige Ringe (Hof) um die Sonne oder den Mond. Sie entstehen durch Brechung an den kleinen Eiskristallen von sehr hohen Wolken. In diesen hohen fast nicht sichtbaren Wolken beginnt gerade die Kristallbildung und deshalb sind in diesen Wolken sehr viele gleichartige und einfache Eiskristalle, die das Licht wie bei Glasprismen in gleicher Weise brechen.

Die Winkel unter denen man die Halo-Kreis sieht sind typisch für die Kristallarten in den hohen Wolken. Links sieht man zwei Halos, die relativ häufige 22°-Halo, die meist nur weiß ist und die seltenere 46°-Halo, die wie ein Regenbogen gefärbt ist.

Sind die Eiskristalle der Wolke kleine Plättchen, so schweben sie in der Eiswolke alle in horizontaler Lage und die Brechung des Sonnenlichts an diesen Plättchen geht nur in waagerechter Richtung, so dass rechts (und links) der Sonne eine Nebensonne entsteht, die wie ein kleiner Abschnitt einer Halo oder eines Regenbogens aussieht.

Eine weitere Halo-Leuchterscheinung bei tiefstehender Sonne ist der zirkumzenitale Bogen. Ein in Regenbogenfarben klar leuchtender Kreisbogen direkt um den Zenit (Punkt direkt über dem Beobachter). Diese Leuchterscheinung tritt meist in Zusammenhang mit einer 46° - Halo auf und ist auf die waagerechte Schwebelage der plättchenförmigen sehr dünnen Eiskristalle zurückzuführen, an denen das Licht reflektiert wird.

Glorie

Fliegt man mit dem Flugzeug über den Wolken oder steht man hoch auf einem Berg, so sieht man seinen Schatten von einem Glorienschein umgeben. Er kommt durch Beugungserscheinungen (Beugung wird erst später durchgenommen) an den Wassertröpfchen der Wolke zustande.

Irisierende Wolken

Scheint die Sonne in sehr hohe Wolken aus sehr kleinen Eiskristallen, so kommt es zu Beugungserscheinungen (Beugung wird erst später durchgenommen), die die Wolken wie Perlmut farbig schimmern lassen.

Sonnenstrahlen

Fällt Sonnenlicht durch Wolkenlücken oder Lücken im Blätterdach und trifft dort auf leichten Dunst, so sieht man den geradlinigen Strahlenverlauf durch die Streuung am Dunst.

Himmelsblau

Fällt Sonnenlicht durch die Gasschichten der Atmosphäre, so wird es an den Gasmolekülen und Staubteilchen gestreut. Der Anteil des blauen Lichts an der Streuung ist größer als der des roten Lichts. Deshalb sehen wir das gestreute Licht, wenn es nicht zu lange durch die Atmosphäre gegangen ist und nicht zu stark durch Wolken absorbiert wird als Himmelsblau.

Abend- und Morgenrot

Fällt Sonnenlicht durch die Gasschichten der Atmosphäre, so wird es an den Gasmolekülen und Staubteilchen gestreut. Der Anteilen des blauen Lichts an der Streuung ist größer als der des roten Lichts. Deshalb sehen wir das gestreute Licht als Himmelsblau. Am Abend und am Morgen ist der Weg durch die Luftschichten sehr lang und der blaue Anteil ist herausgestreut und es bleibt der rote Anteil übrig. Deshalb erscheint der Himmel am Abend und am Morgen rot.

Morgendämmerung aus dem Flugzeug

Hinweis: Alle Fotos in diesem Artikel stammen von Bernhard Mühr aus dem sehr empfehlenswerten Karlsruher Wolkenatlas.