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Grundwissen

Strahlenschutz

Das Wichtigste auf einen Blick

Die 5 "A"s des Strahlenschutzes:

  • Abstand erhöhen!
  • Aufenthaltsdauer verkürzen!
  • Aktivität vermindern!
  • Abschirmung verstärken!
  • Aufnahme in den Körper vermeiden !
Aufgaben Aufgaben

Räume und Behälter, in denen radioaktive Substanzen gelagert sind, müssen mit einem Gefahrenschild für Radioaktivität gekennzeichnet sein.

Personen, welche in kerntechnischen Anlagen beschäftigt sind, tragen ein sogenanntes Personendosimeter, welches die Dosis, der sie ausgesetzt sind, misst.

Für den Schutz vor den schädlichen Folgen ionisierender Strahlung gibt es allgemeine Regeln. Etwas vergröbert wird dies mit der Regel der 5 "A"s zusammengefasst:

Abstand erhöhen!

Abb. 1 Abhängigkeit der Äquivalentdosis vom Abstand zwischen Strahler und Person

Mit zunehmendem Abstand sinkt die Dosis, die bei einer Person durch eine radioaktive Quelle in einer bestimmten Zeit bewirkt wird. Die Animation in Abb. 1 zeigt dies für einen punktförmig angenommenen Strahler, dessen Strahlung eine sehr hohe Reichweite besitzt.

Hinweis: Manche Strahlungsarten (z.B. α-Strahlung, energiearme β-Strahlung) haben in Luft eine relativ kurze Reichweite, so dass bei genügend hohem Abstand von einer solchen Strahlungsquelle überhaupt keine Schädigung einer Person zu befürchten ist.

Aufenthaltsdauer verkürzen!

Abb. 2 Abhängigkeit der Äquivalentdosis von der Zeit, die eine Person einem Strahler ausgesetzt ist

Die Animation in Abb. 2 veranschaulicht, wie sich die bewirkte Dosis mit der Aufenthaltsdauer erhöht.

Die Arbeitszeit von Beschäftigten in kerntechnischen Anlagen, die erhöhter Strahlung ausgesetzt sind, wird streng überwacht, damit zu lange Aufenthaltsdauern in gefährdeten Bereichen vermieden werden.

Aktivität vermindern!

Abb. 3 Abhängigkeit der Äquivalentdosis von der Aktivität des Strahlers, dem eine Person ausgesetzt ist

Die Animation in Abb. 3 veranschaulicht, wie sich die bewirkte Dosis mit der Aktivität der Quelle erhöht.

Abschirmung verstärken!

Abb. 4 Abhängigkeit der Äquivalentdosis vom Absorbermaterial, das sich zwischen Strahler und Person befindet

Die Animation in Abb. 4 veranschaulicht, wie eine gute Abschirmung die bewirkte Dosis verringert.

Beispiel Zahnarzt: Dentalschürze aus Bleigummi zum Schutz des Körpers bei Zahnaufnahmen.
Beispiel "Heiße Zelle": Beim Manipulieren mit radioaktiven Produkten ist der Experimentator durch dicke Bleiwände und Bleiglas geschützt.

Aufnahme in den Körper vermeiden!

Durch die Aufnahme radioaktiv verseuchter Nahrung und Luft (Inkorporation) kann es zu erheblichen Strahlenschäden kommen.

Beispiele für Konsequenzen

Bei Versuchen mit radioaktiven Stoffen soll man sich bei Versuchsende sofort die Hände waschen. Essen, Trinken und Rauchen ist während des Versuchs verboten.

Obwohl die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl schon Jahrzehnte zurückliegt, zeigen manche Pilzsorten und Wildfleisch noch erhöhte Aktivität. Ihr Verzehr ist jedoch nur bei sehr großen Mengen bedenklich.

Die 5 "A"s des Strahlenschutzes
  • Abstand erhöhen!
  • Aufenthaltsdauer verkürzen!
  • Aktivität vermindern!
  • Abschirmung verstärken!
  • Aufnahme in den Körper vermeiden !