Komplexere Schaltkreise

Elektrizitätslehre

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Gustav Robert KIRCHHOFF (1824 - 1887)

Gustav Robert KIRCHHOFF
(1824 - 1887)
unbekannter Autor [Public domain], via Wikimedia Commons

Gustav Robert KIRCHHOFF wurde am 12. März 1824 im preußischen Königsberg geboren. KIRCHHOFF machte eine Lehre beim berühmten Carl Friedrich GAUSS. Noch als Student formulierte KIRCHHOFF - allgemeiner als OHM - die die nach ihm benannten KIRCHHOFFschen Gesetze der Stromverzweigung. Diese Gesetze beschreiben die wichtigen Zusammenhänge zwischen Strömen, Spannungen und Widerständen in Netzwerken linearer elektrischer Leiter. KIRCHHOFF veröffentlichte seine Ergebnisse 1845 in den Annalen für Physik und Chemie, den Originalartikel findest du hier.

1850-1854 führte er eine Professorenstelle in Breslau aus und war ab 1854 Professor in Heidelberg. Dort führte er zusammen mit Robert Wilhelm BUNSEN Untersuchungen zur Emission und Absorption des Lichtes durch. Diese Untersuchungen stellen die Grundlage der Spektralanalyse dar und führten 1859 zur Aufstellung der KIRCHHOFFschen Strahlungsgesetze, die besonders in der Astronomie große Bedeutung erlangten. Durch die Spektralanalyse entdeckte er die chemischen Elemente Cäsium (1860) und Rubidium (1861). Die Arbeiten KIRCHHOFFs erstreckten sich insgesamt auf die Gebiete Elektrizitätslehre, Elastizität, Wärmetheorie, Wärmeleitung und Akustik.

1875 ging KIRCHHOFF von Heidelberg nach Berlin und wurde dort Professor für mathematische (theoretische) Physik an der Berliner Universität, von 1883 - 1884 war er Rektor an der Berliner Universität. KIRCHHOFF starb am 17.10.1887 im Alter von 63 Jahren in Berlin.

Die deutsche Bundespost widmete dem berühmten Physik eine Briefmarke. Neben Bild und den Lebensdaten findet man auf dieser Marke auch eine symbolische Schreibweise seiner Gesetze.

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