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Grundwissen

Magnetische Influenz

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wenn du einen Magneten Nahe an einen zuvor nicht magnetischen Eisenstab bringst, wird dieser zu einem Magneten.
  • Diesen Vorgang nennt  man magnetische Influenz.
  • Die im Eisen enthaltenen Elementarmagnete richten sich dabei aus.

Ein einfaches Eisenstück normalerweise nicht magnetisch. Bringst du aber einen Magneten immer näher an dieses zuvor nicht magnetische Eisenstück, so wird das Eisenstück selbst zu einem Magneten. Dieses Phänomen bezeichnet man als magnetische Influenz.

Magnetische Influenz im Modell der Elementarmagnete

Abb. 1 Ursache und Auswirkungen der magnetischen Influenz

Die Animation in Abb. 1 zeigt das beschriebene Phänomen der magnetischen Influenz und macht dabei aber auch die mikroskopischen Vorgänge im Modell der Elementarmagnete deutlich, die zur magnetischen Influenz führen.

Näherst du den Nordpol des Stabmagneten der Oberseite des zunächst unmagnetischen Eisenstabs, so richten sich die zunächst völlig ungeordneten Elementarmagnete im Eisenstab aus. Die Südpole der Elementarmagnete drehen sich nach oben, da sie vom Nordpol des Stabmagneten angezogen werden. Auf der Oberseite des Eisenstabs entsteht so ein Südpol. Auf der Unterseite des Eisenstabs entsteht entsprechend ein Nordpol.

Dies kannst du auch zeigen, indem du eine Kompassnadel in die Nähe der Unterseite des Eisenstabs bringst. Die Unterseite stößt den Nordpol der Kompassnadel ab, es ist also ebenfalls ein Nordpol.

Ferromagnetische Stoffe

Das gezeigte Phänomen tritt nicht nur bei einem Eisenstab auf, sondern bei allen sog. ferromagnetischen Stoffen. Die bekanntesten ferromagnetischen Stoffe sind Eisen (Fe), Kobalt (Co) und Nickel (Ni).