Direkt zum Inhalt

Versuche

Eigenbau von Elektromotoren

heimversuche_emotor_haushalt_running_10.jpg
Abb. 1 Läuft: der E-Motor aus Haushaltsteilen.
Mit den folgenden Anleitungen könnt ihr aus Haushaltsmaterialien einen Elektromotor basteln.

Falls ihr etwas mehr Zeit investieren möchtet, dann gibt es einen sehr preiswerten Bausatz für einen Elektromotor von der Firma Eschke. Der Bau eines Elektromotors als experimentelle Hausaufgabe wird in der Regel sehr gerne durchgeführt. Nach unserer Erfahrung eignet sich hierfür der Bausatz der Firma Eschke in München besonders gut (Preis Juni 2018: 4,65 € pro Stück). In etwa einer Stunde schaffen auch experimentell weniger Erfahrene die Fertigstellung eines erfreulich gut funktionierenden Motors, der in jüngster Zeit nochmals verbessert wurde.

Näher Informationen zu diesem Bausatz und eine ausführliche Aufbauanleitung findet ihr -> hier.

Der einfachste Elektromotor

Material

  • Batterie (Monozelle)
  • Zylinder oder Kugelmagnet (superstarke Neodymmagnete bekommt ihr im Baumarkt oder bestellt welch bei einem Internetversand)
  • Schraube
  • Stück Kabel


heimversuche_batteriemotor.svg
Abb. 1 Aufbau für den einfachsten Elektromotor der Welt.
Aufbau
Hängt man einen starken zylinderförmigen Magneten und eine Schraube an den einen Pol einer Batterie und verbindet den anderen Pol mit einem Kabel mit dem Magneten, so gerät dieser gemeinsam mit der Schraube in schnelle Rotation. Dies ist wohl eine der einfachsten Aufbauten um zu zeigen , dass elektrische Energie in mechanische umgewandelt werden kann.

Ein schöner Elektromotor und ein Elektromotor-Bausatz

Materialbedarf für den Selbstbau

selbstbau-elektromotor.jpg
Abb. 2 Selbstbau-Elektromotor

1 Batterie (Monozelle)
einen oder mehrere (Neodym-)Magneten
etwas Kupferdraht (ca. 15 cm oder mehr)

Aufbau

Platziere den Magneten an einem Pol der Batterie und stelle die Batterie mit den Magneten nach unten auf den Tisch. Wickle nun den Kupferdraht so, dass du ein Ende oben auf die Batterie legen kannst und das andere Ende den Magneten unterhalb der Batterie berührt (siehe Abb. 2). Am besten klappt die, wenn du den Draht kreisförmig mehrmals um die Batterie herumführst. Dann läuft der Elektromotor am Ende auch stabil.

Mit etwas Geschick kannst du den Draht auch zuverschiedenen Spiralen und sogar Formen wie einem halben Herz biegen, die sich dann um die Batterie drehen. Damit der Motor stabil läuft und der Draht nicht von der Batterie rutscht, sollten die Formen dabei symmetrisch zur Batterieachse sein.

Bausatz eines Elektromotors

Den im Video genutzten Bausatz findest du unter www.eschke.com. Dort findest du auch eine ausführlich Bauanleitung.

Elektromotor aus Haushaltsteilen

Materialbedarf
1 Batterie (Monozelle)
1 Magnet (aus Magnetschnäppern für Schranktüren, die es im Baumarkt preiswert gibt, kann man sie leicht ausbauen)
2 Büroklammern
ca. 1 m lackierten Kupferdraht
Klebeband

heimversuche_emotor_haushalt_aufbau_10.jpg
Abb. 1 Aufbau des Versuches
Aufbau
Man wickelt aus dem lackierten Kupferdraht eine Spule mit etwa 10 bis 15 Windungen und verwendet die beiden Enden als Achse und Stromzuführung.
An den Achsenabführungen umwickelt man die Windungen mit jeweils einem kurzen Drahtstück, so dass die Windungen nicht auseinander fallen.

heimversuche_emotor_haushalt_rotor_10.svg
Abb. 2 Etwa 10 Wicklungen benötigt die Spule
Nun entfernt man mit einem Messer durch Schaben einseitig die Lackschicht auf den beiden Achsabführungen (Siehe Abb. 2), so dass die Spule in waagerechter Stellung mit Strom versorgt wird.

  1. heimversuch_elektromotor_bueroklammer_01.svg
    Abb. 3 Die Büroklammern aufbiegen und an der Batterie befestigen.
    Aus den Büroklammern biegt man sich die Lagerung und Stromzuführung zurecht.
  2. Die Lagerung und Stromzuführung befestigt man mit Klebeband an die Batterieenden, so dass diese die Spule aufnehmen können.
  3. Den kleinen Magnet heftet man einfach an die Batterie.

Wenn ihr alles zusammengabaut habt, dann justiert die Stromzuführung (Büroklammern) noch etwas, damit der Rotor schön vor dem Magneten sitzt und dreht den Rotor leicht an. Jetzt sollte euer Motor funktionieren.