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Ausblick

Rekuperation

 

Den durch Wirbelströme entstehenden Bremseffekt macht man sich bei elektrischen Bahnen zu Nutze.

Fährt eine Bahn lange Steigungen bergab oder muss sie bei einer Station anhalten, so betreibt man den Elektromotor als Generator und schaltet anstelle der Spannungsquelle einen Widerstand an das Gerät. Aufgrund des nun fließenden Induktionsstroms kommt es zur Abbremsung der Spule. Da diese über ein Getriebe mit den Rädern verbunden ist, kann damit auch der Zug abgebremst werden.

Diese "elektrische" Bremsung hatte den Vorteil, dass die mechanischen Druckluftbremsen des Zuges geschont werden konnten. Allerdings wurde die potenzielle Energie bzw. die kinetische Energie des Zuges nur in "nutzlose" innere Energie umgewandelt.

Neuerdings verheizt man die vom generatorisch betriebenen Elektromotor gelieferte Energie nicht mehr an Widerständen, sondern speist sie durch geeignete elektrische Anlagen (Thyristoren) in das Bahnnetz ein. Auf diese Weise kann ca. 40% - 70% der mechanischen Energie in wieder verwertbare elektrische Energie umgewandelt werden.

Man denkt inzwischen auch daran, die beim Abbremsen von Autos freiwerdende Energie zu nutzen. Die heute benutzten Lichtmaschinen und die Speichermedien (Bleiakkus) sind im Wirkungsgrad noch zu schlecht, als dass sich die Nutzung lohnt. Es werden jedoch in den Labors zur Zeit leistungsfähigere Generatoren und Speichermedien (z.B. Hochleistungskondensatoren: Ultracap) entwickelt, so dass sich wohl bald auch die Energierückgewinnung beim Automobil lohnen dürfte.