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Versuche

Erzeugung von RÖNTGEN-Strahlung

Zur Zeit von Röntgens bahnbrechender Entdeckung war die Erzeugung eines Hochvakuums noch ein großes Problem. In den Röhren befanden sich noch Gasionen, die auf die negativ geladene Kathode beschleunigt wurden. Dabei schlugen diese Ionen aus der Kathode Elektronen heraus, welche zur positiv geladenen Anode (damals als Antikathode bezeichnet) beschleunigt wurden. Beim Auftreffen auf die Anode bzw. auf das Glas kam es zur Emission von Röntgenstrahlung.

Nach den großen Fortschritten in der Vakuumtechnik baute man Hochvakuumröhren mit einer elektrisch beheizbaren Kathode. An der Kathode treten durch Glühemission Elektronen aus, die durch eine hohe Spannung zur Anode hin beschleunigt werden.
Das nebenstehende Bild zeigt eine modernere Ausführungsform einer Röntgenröhre. Da die Anode durch die aufprallenden Elektronen stark erhitzt wird, kann diese durch eine Flüssigkeit, welche das Innere der Anode durchströmt gekühlt werden. Bei manchen Röntgenröhren rotiert die Anode, so dass der Elektronenstrahl nicht ständig auf die gleiche Stelle der Anode trifft.
    Abb. 4 Aufbau und Funktionsweise einer RÖNTGEN-Röhre
    • Die Zahl der durch Glühemission emittierten Elektronen steigt mit dem Heizstrom.
    • Für medizinische Anwendungen liegt die Beschleunigungsspannung zwischen 10 kV und 150 kV.
    • Für technische Anwendung betreibt man Röntgenröhren teilweise bis zu 400 kV.