Astronomie

Sternbeobachtung

Orientierung am Nachthimmel

  • Wie orientiert man man sich auf der Himmelskugel
  • Wie bestimmt man eigentlich Entfernungen im Weltall?
  • Warum sind die Sterne unterschiedlich hell?

Orientierung am Nachthimmel

So wie die Natur verändert sich für uns scheinbar auch der Himmel im Laufe eines Jahres: jedes Quartal hat seine typischen Sternbilder. Um sich in jeder Jahreszeit am Himmel zu orientieren, gibt es vier Formationen, die keine Sternbilder sind, aber ähnlich wie auch der große Wagen aus sehr markanten Sternen bestehen

Diese vier Formationen sind das Frühlingsdreieck, das Sommerdreieck, das Herbstviereck und das Wintersechseck.

Das Frühlingsdreieck

Das Frühlingsdreieck ist im Frühjahr abends in südlicher Richtung zu sehen und besteht aus den 3 hellsten Sternen der Sternbilder Löwe (lat. Leo), Jungfrau (lat. Virgo) und Bärenhüter (lat. Bootes). Die Sterne sind Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arktur im Bärenhüter.

Abbildung erstellt mit dem GNU Programm Stellarium http://www.stellarium.org/de

Das Sommerdreieck

Das Sommerdreieck, im Sommer abends hoch im Süden zu sehen, ist die wohl markanteste der vier vorgestellten Formationen. Es setzt sich zusammen aus den drei hellen Sternen Vega in der Leier (lat. Lyra), Deneb im Schwan (lat. Cygnus) und Altair im Adler (lat. Aquila).

Mitten durch das Sommerdreieck verläuft die Milchstraße, die bei guten Bedingungen als breites milchiges Band erkennbar ist.

Abbildung erstellt mit dem GNU Programm Stellarium http://www.stellarium.org/de

Das Herbstviereck

Das Herbstviereck lässt sich in den Herbstmonaten am Abendhimmel in südöstlicher Richtung beobachten. Es besteht aus drei Sternen des Sternbilds Pegasus sowie Sirrah im oberen linken Eck, welcher zum Sternbild Andromeda gehört. Zusammen bilden sie nahezu ein Quadrat, daher wird das Viereck auch als Pegasusquadrat bezeichnet.

In der Nähe des Pegasusquadrats liegt die Andromedagalaxie, die Nachbargalaxie unserer Milchstraße. Sie ist so hell, dass sie bei einem dunklen Himmel sogar mit bloßem Auge wahrgenommen werden kann, auf jeden Fall aber mit einem Feldstecher. Weiterhin wurde 1995 im Sternbild Pegasus um den Stern 51 Pegasi der erste Exoplanet entdeckt.

Abbildung erstellt mit dem GNU Programm Stellarium http://www.stellarium.org/de

Das Wintersechseck

Das Wintersechseck ist eine markante Formation von hellen Sternen am Winterhimmel. Es ist in den entsprechenden Monaten über dem Südhorizont zu erkennen, ist jedoch kein absolut regelmäßiges Sechseck, sondern leicht in die Länge gezogen. Das Wintersechseck besteht aus dem hellsten Stern am gesamten Nachthimmel, Sirius im großen Hund (lat. Canis Majoris), Prokyon im kleinen Hund (lat. Canis Minoris), Pollux in den Zwillingen (lat. Gemini), Capella im Fuhrmann (lat. Auriga), Aldebaran im Stier (lat. Taurus) und Rigel im Orion.

Innerhalb des Sechsecks oder in seiner Nähe liegen einige mit bloßem Auge oder mit dem Feldstecher beobachtbare Objekte wie zum Beispiel im Stier die Plejaden, das Siebengestirn, ein sehr heller, offener Sternhaufen und im Orion der gleichnamige Orionnebel.

Abbildung erstellt mit dem GNU Programm Stellarium http://www.stellarium.org/de

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