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Geschichte

Astronomie im Altertum

Die Griechen kannten zum Teil die babylonischen und ägyptischen Ergebnisse der Astronomen. Da sie aber zu ihren Göttern ein etwas anderes, offeneres Verhältnis hatten, waren sie weniger stark von der Astrologie geprägt und suchten stärker nach den Hintergründen der Natur. Die Ergebnisse ihrer Gedankengänge sind uns viel leichter zugänglich wie die ihrer Vorgänger, da wir einerseits die griechische Schrift und Sprache kennen und auch deren Denkweise und Ausdrucksart auf Grund mannigfaltiger Texte gut interpretieren können, was uns bei den nur in Fragmenten vorhandenen Keilschriftdokumenten der Babylonier und den sehr blumigen Hieroglyphengeschichten der Ägypter sehr schwer fällt.

Zeit

Entdeckung

etwa 700 v.Chr.

HESIOD beschreibt die Erde als eine runde, vom Okeanos umflossene Scheibe, über der sich der gewölbte, eiserne Himmel als Halbkugel wölbt.

585 v.Chr.

THALES von Milet sagt für den 22. Mai eine stattfindende Sonnenfinsternis voraus.

etwa 580 v.Chr.

ANAXIMANDER beschrieb die Erde als Kugel.

etwa 580 v.Chr.

ANAXIMENES von Milet behauptet als erster, dass der Mond sein Licht von der Sonne erhält.

etwa 550 v.Chr.

ANAXAGORAS von Klazomenai  (gestorben 428/27 v.Chr.) vertritt die Ansicht, dass der Mond aus Erde besteht und nur durch reflektiertes Licht leuchtet, während die Sterne und insbesondere die Sonne glühende Steine seien. Er erkannte auch die Ursachen für die Sonnen- und Mondfinsternisse.

etwa 450 v.Chr.

PHILOLAOS von Kroton behauptet, im Zentrum der Welt läge ein Zentralfeuer, um das sich die Sonne und die Planeten drehen.

etwa 370 v.Chr.

EUDOXOS von Knidos entwickelt das Modell einer homozentrischen Sphäre und will damit die Bewegung der Planeten erklären.

etwa 350 v.Chr.

ARISTOTELES erkennt die Kreisförmigkeit des Erdschattens bei einer Mondfinsternis und leitet daraus die Kugelgestalt der Erde ab.

etwa 265 v.Chr..

ARISTARCHOS von Samos spricht als Erster von einem heliozentrischen Weltbild und benutzt geometrisches Wissen, um die Entfernungen von Sonne und Mond zu bestimmen, er beschriebt zudem die Bewegung der Erde um ihre eigene Achse und die Jahresbahn um die Sonne.

etwa 220 v.Chr.

ERATOSTHENES erkennt die Neigung der Ekliptik und berechnet den Erdumfang.

etwa 150 v.Chr.

HIPPARCHOS erstellt den ersten Himmelskatalog, verzeichnet in ihm Helligkeit und Position von Sternen und erkennt die Präzessionsbewegung der Erde.

etwa 150 n.Chr.

Claudius PTOLEMÄUS schreibt sein Werk "Syntaxis mathematike" (später "Almagest"), das 13 Bände umfasste, und beschreibt in ihm das astronomische Wissen seiner Zeit, er gilt als Begründer des geozentrischen Weltbildes.

Quelle: Martin Nepotil . Weitere gute Information in Englisch findet man bei Stefan Stenudd