Ph 12

Versuch

Versuch von Möllenstedt und Düker

1955 führten Möllenstedt und H.Düker in Tübingen einen Versuch durch, bei dem sie einen Elektronenstrahl aus einer nahezu punktförmigen Quelle auf einen dünnen vergoldeten Quarzfaden(d = 2 mm) lenkten und dahinter das Beugungsmuster betrachteten. An der Schattengrenze des Fadens waren die sonst auch bei Licht beobachtbaren Beugungsmuster erkennbar (oberes Bild).
Lud man den Faden positiv (unteres Bild), so wurden die Elektronen durch das elektrische Feld zum Faden hin abgelenkt und es kam in der Zone, in die Elektronen von beiden Seiten des Fadens gelangten zu Interferenzerscheinungen, die denen von Licht beim fresnelschen Biprismaversuch vergleichbar waren.

Es war dies der erste Versuch, der zeigte, dass Elektronen, die auf verschiedenen Wegen ohne durch ein Material zu dringen zu einem Ziel kamen miteinander interferierten.
Veröffentlicht in der Zeitschrift der Physik Bd. 145 S377-397 (1956)
Eine optisch ansprechende Darstellung des Experiments mit einer Gifanimation sowie die Weiterentwicklung des Experiments mit Fotos und Beschreibung der Bauteile findet man auch auf der Seite von G.Krenn des Atominstitut der Uni Wien

Bilder aus der Originalarbeit
Musteraufgabe