Ph 12Versuche |
Folgerungen aus dem Michelson-Morley-Versuch |
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Das Nullergebnis des Michelson-Morley-Versuchs, des berühmtesten Versuchs mit negativem Versuchsergebnis, kann zu folgenden Hypothesen führen:
Die Erde ruht im "Lichtäther"
Auf der Erde ist kein Ätherwind messbar, weil die Erde im Ätherwind
ruht.
Dagegen spricht einerseits, dass die Erde eine einzigartige Stellung im Kosmos
hat, was bereits zu Zeiten Galileis einen Glaubenskrieg auslöste:
Andrerseits spricht die Aberration der Gestirne gegen diese Annahme.
Der Äther wird von Körpern endlicher Masse mitgeführt
Diese Hypothese ist durch den Versuch von Fizeau widerlegt. Dabei wird die Lichtgeschwindigkeit
in strömenden Flüssigkeiten gemessen. Es zeigt sich (vom Ätherstandpunkt
beschrieben), dass die Körper zwar den Äther mitführen, aber
nur unvollständig, und um so besser, je größer ihre Brechzahl
ist. Luft mit der Brechzahl bei 1 bringt demnach keine merkliche Mitführung
zustande.
Kontraktionshypothese (Fitzgerald und Lorentz 1892)
Körper werden in ihrer Bewegungsrichtung durch den Äther gerade so
verkürzt, dass keine messbaren Laufzeitunterschiede zustande kommen. Der
Ätherwind ist nach dieser Theorie zwar vorhanden, kann aber nicht gemessen
werden. Diese Verkürzung in "Ätherwindrichtung" darf nicht
mit der Längenkontraktion auf Grund der Lorentztransformation verwechselt
werden.
| Es gibt keinen Äther Diese einfachste Theorie liegt im Grunde den Einsteinschen Postulaten zu Grunde, die lauten: Die Lichtgeschwindigkeit ist in allen Inertialsystemen (Bezugssystemen, die sich gegeneinander mit konstanter Geschwindigkeit bewegen) gleich und alle Inertialsysteme sind bezüglich der Gültigkeit der physikalischen Gesetze gleichberechtigt. |
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