Ph 12

Technik

Sicherungsetiketten

Die Idee zu dieser Seite stammt aus dem Buch "Low Cost - High Tech"


Vielen großen Kaufhäusern entstehen durch Ladendiebstähle mehrere Millionen Mark Schaden pro Jahr. Man schätzt, dass in ganz Deutschland jährlich Waren im Wert von rund fünf Milliarden Mark gestohlen werden. Die Branche wehrt sich. Zum einen warnt sie vor den Folgen des Ladendiebstahls, zum anderen steckt sie jährlich fast zwei Milliarden Mark in die Bekämpfung dieser Delikte.

Es gibt inzwischen verschiedene Verfahren zur Warensicherung. Allen gemein ist, dass die Ware mit einem Sicherungsetikett versehen wird, dessen Aufbau - je nach Art der Detektion - recht unterschiedlich ist. Diese Etiketten können nur bei der Bezahlung der Ware entfernt bzw. deaktiviert werden. Versucht ein Kunde mit unbezahlter Ware, also aktivem Sicherungsetikett, das Ladenlokal zu verlassen, wird am Ausgang des Geschäfts oder der Abteilung durch eine Empfangseinrichtung Alarm ausgelöst.

Hier soll ein Verfahren (Radiofrequenz-Verfahren) stark vereinfacht betrachtet werden, das Induktionseffekte ausnutzt1. Die folgende Abbildung zeigt den schematischen Aufbau einer Kontrollschleuse:



Der Generator im Senderkreis erzeugt einen Wechselstrom, der die Sendespule durchfließt. Im Empfängerkreis wird ein (großes) Signal registriert. Wird nun das Sicherungsetikett zwischen Sender- und Empfängerspule gebracht, so wird der Ausschlag im Nachweisgerät des Empfängerkreises kleiner.

Das Sicherungsetikett besteht aus mehreren flachen, geschlossenen Windungen aus Metall (vgl. nebenstehendes Bild).

Aufgabe:
Geben Sie eine genaue Erklärung für das Absinken des Signals im Empfängerkreis.

 

1Neuere Systeme drängen die älteren Radiofrequenz-Systeme immer mehr in den Hintergrund. Deren Etiketten sind nämlich sehr groß – mindestens 40 × 25 mm² – und können leicht abgeschirmt werden. Außerdem gibt es relativ häufig Fehlalarm, weil der Empfängerkreis auch auf elektronische Apparate, wie Hörgeräte, ansprechen.

Zur Lösung