Ph 13Geschichte |
Originalarbeit von Einstein |
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Annalen der Physik 17, S. 132- 148 (1905)
Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt; von A. Einstein
| Einstein übertrug die von Max Planck bei der Emission von Licht entdeckte Quantelung der Strahlungsenergie auf die Ausbreitung des Lichts im Raum und seine Wechselwirkung mit Materie. Diese Hypothese ging entscheidend über die plancksche Annahme hinaus. Auszüge aus seiner Originalarbeit: |
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ğDie übliche Auffassung, daß die Energie des Lichtes kontinuierlich über den durchstrahlten Raum verteilt sei, findet bei dem Versuch, die lichtelektrischen Erscheinungen zu erklären, besonders große Schwierigkeiten... Es scheint mir nun in der Tat, daß die Beobachtungen. ..besser verständlich erscheinen unter der Annahme, daß die Energie des Lichtes diskontinuierlich im Raume verteilt sei. Nach der hier ins Auge zu fassenden Annahme ist bei Ausbreitung eines von einem Punkte ausgehenden Lichtstrahles die Energie nicht kontinuierlich auf größer und größer werdende Räume verteilt, sondern es besteht dieselbe aus einer endlichen Zahl von in Raumpunkten lokalisierten Energiequanten, welche sich bewegen, ohne sich zu teilen und nur als Ganze absorbiert und erzeugt werden können... Monochromatische Strahlung ...verhält sich. ..so, wie wenn sie aus voneinander unabhängigen Energiequanten von der Größe h· f bestünde.
Zur Deutung des Photoeffekts schreibt Einstein:
In die oberflächliche Schicht des Körpers dringen Energiequanten
ein, und deren Energie verwandelt sich wenigstens zum Teil in kinetische Energie
der Elektronen. Die einfachste Vorstellung ist die, daß ein Lichtquant
seine ganze Energie an ein einziges Elektron abgibt. ..Ein im Innern des Körpers
mit kinetischer Energie versehenes Elektron wird, wenn es die Oberfläche
erreicht hat, einen Teil seiner kinetischen Energie eingebüßt haben.
Außerdem wird anzunehmen sein, daß jedes Elektron beim
Verlassen des Körpers eine (für den Körper charakteristische)
Arbeit Wo zu leisten hat, wenn es den Körper verläßt.
Mit der größten Normalgeschwindigkeit werden
die unmittelbar an der Oberfläche normal zu dieser erregten Elektronen
den Körper verlassen. Die kinetische Energie solcher Elektronen
ist
Ekin = h· f - Wo ...
Vergleich mit dem Experiment:
Mit den von Herrn Lenard beobachteten Eigenschaften der lichtelektrischen
Wirkung steht unsere Auffassung, soweit ich sehe, nicht im Widerspruch.
Wenn jedes Energiequant des erregenden Lichtes unabhängig von allen
übrigen seine Energie an Elektronen abgibt, so wird die Geschwindigkeitsverteilung
der Elektronen . . . von der Intensität des erregenden Lichtes unabhängig
sein; andererseits wird die Anzahl der den Körper verlassenden Elektronen
der Intensität des erregenden Lichtes unter sonst gleichen Umständen
proportional sein.
Hinweise: