Ph 12Grundwissen |
Zusammenhang zwischen Atom- und Kernmassen |
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| Aufgrund der Massenspektroskopie sind heute die Atommassen ma sehr vieler Isotope mit hoher Genauigkeit (häufig 10-7u bis 10-6u) experimentell bestimmt. |
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| Unter der Kernmasse mk stellt man sich die Masse eines von allen Elektronen der Hülle befreiten "nackten" Kerns vor. |
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Die Atommasse ma unterscheidet sich also von der Kernmasse mk zunächst um die Summe der Ruhemassen der im Atom gebundenen Elektronen Z· me. Ein weiterer – allerdings viel kleinerer Beitrag zur Atommasse rührt von der Bindungsenergie der Elektronen in der Atomhülle her.
So ist z.B. vom Termschema des Wasserstoffs bekannt, dass das H-Atom im Grundzustand energetisch um 13,6 eV tiefer liegt als ein System aus einem freien Proton und einem freien Elektron, falls beide sehr wenig kinetische Energie besitzen. Dieser Energiedifferenz ΔE = 13,6eV entspricht nach der einsteinschen Beziehung eine Massendifferenz Δm = ΔE/c2. Daher gilt z.B. für die Masse des H-Atoms:
ma(H) = mk(H) + me - ![]()
Diese Überlegung lässt sich ohne weiteres auf ein Atom X mit Z Elektronen übertragen. Wird der Betrag der gesamten Bindungsenergie aller Z Elektronen im Grundzustand der Atomhülle mit Be bezeichnet, so gilt:
ma(X) = mk(X) + Z·me
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Umgekehrt folgt für die Kernmasse:
mk(X) = ma(X) - Z·me
+ ![]()
Da die gesamte Elektronenbindungsenergie Be experimentell nicht direkt bestimmt werden kann, ist man auf theoretische Abschätzungen angewiesen. Die Berechnung nach dem sogenannten Thomas-Fermi-Modell liefert für ein Atom mit Z Elektronen den Näherungswert Be = 15,7 eV · Z7/3.
Um die Größenordnung zu verdeutlichen, sind in der folgenden Tabelle für einige Isotope die Atommassen, beide Korrektur und die daraus berechneten Kernmassen zusammengestellt.
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Isotop |
Z |
ma in u |
Z·me in u |
Be/c2 in u |
mk in u |
|
1H |
1 |
1,00782522 |
0,00054858 |
0,00000001 |
1,00727665 |
|
16O |
8 |
15,9949149 |
0,00438864 |
0,00000216 |
15,9905284 |
|
40Ca |
20 |
39,962589 |
0,0109716 |
0,0000183 |
39,951635 |
Bei praktischen Berechnungen, in denen Kernmassen mit 6 bis 7 geltenden Ziffern ausreichen (vergleiche z.B.: Massendefekt und Kernbindungsenergie), genügt demnach immer die Näherung:
mk ≈ ma - Z· me
Rechnungen, in denen noch genauere Massenwerte benötigt werden (z.B. Q-Berechnungen bei Kernreaktionen oder Zerfällen), sollen zweckmäßig mit den experimentell genau bestimmten Atommassen durchgeführt.
Eine Tabelle wichtiger Atom- und Kernmassen finden Sie auf der folgenden Seite: Massen