Ph 12Grundwissen |
Zeigerdiagramm |
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Legt man eine sinusförmige Wechselspannung an einen ohmschen Widerstand, so fließt durch den Widerstand ein Strom dessen Stärke von der Höhe der angelegten Spannung und dem Wert des Widerstandes abhängt. Strom und Spannung erreichen gleichzeitig ihren Nulldurchgang, ihr Maximum und ihr Minimum. Man sagt beim ohmschen Widerstand sind Spannung und Strom in Phase bzw. die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung ist Null.
Zur Darstellung des zeitlichen Verlaufs von Spannung und Strom kann man deren Werte über der Zeit t auftragen (t-U- bzw. t-I-Diagramm). In der Wechselstromlehre verwendet man häufig auch ein sogenanntes Zeigerdiagramm, das sich zeichnerisch leichter herstellen lässt und das noch andere Vorteile hat, auf die weiter unten eingegangen wird.
Zur Darstellung der sinusförmigen Wechselspannung im Zeigerdiagramm lässt man einen Zeiger von der Länge der Spannungsamplitude
mit der Winkelgeschwindigkeit ω im Gegenuhrzeiger rotieren. Der Momentanwert der Spannung ist dann an der Vertikalachse des Zeigerdiagramms abzulesen.
Die gleichzeitige Darstellung von Strom und Spannung liefert das folgende Bild:
Auch die Momentanwerte des Stroms können jeweils an der vertikalen Achse abgelesen werden.
Neben der einfacheren zeichnerischen Darstellung bietet das Zeigerdiagramm einen besonderen Vorteil, wenn es darum geht z.B. zwei phasenverschobene, frequenzgleiche Spannungen mit unterschiedlicher Amplitude zu addieren. In der folgenden Animation ist die Addition zweier Spannungen U1(t) und U2(t) im t-U-Diagramm und im Zeigerdiagramm durchgeführt.
Die Ermittlung der "Summenspannung" im Zeigerdiagramm lässt sich schneller durchführen als die Addition der Sinuskurven zu jedem Zeitpunkt. Alle drei Spannungen besitzen die gleiche Frequenz, d.h. ihre Zeiger rotieren mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit. Der Summenzeiger ergibt sich durch vektorielle Addition aus den Zeigern der Teilspannungen.