Ph 12Geschichte |
Wilhelm Hallwachs (1859 -1922) |
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Wilhelm Hallwachs wurde am 9. Juli 1859 in Darmstadt geboren und verstarb am 10. Juli 1922 in Dresden. 1887 fand Heinrich Hertz bei seinen Versuchen über elektromagnetische Schwingungen, dass die Funken an einer Funkenstrecke länger ausfielen, wenn in der Nähe gleichzeitig ein anderer Funken übersprang. Er konnte dafür das ultraviolette Licht des zweiten Funkens verantwortlich machen. |
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Er wies nach, dass durch ultraviolettes Licht negativ geladene Metallplatten entladen und ungeladene positiv aufgeladen werden und dass die Wirkung an die Absorption ultravioletten Lichtes geknüpft ist.
In einer Arbeit aus dem Jahre 1889 schreibt er:
Angeregt durch die Versuche von Hrn. Hertz über die Wirkung des Lichtes auf den Inductionsfunken hatte ich vor einiger Zeit gezeigt, dass bei der Belichtung negativ electrischer, blanker Metallplatten mit geeignetem, ultravioletten Licht sich die negative Electricität den electrostatischen Kräften des Feldes folgend, zerstreut. . . .
Erst 1904 wandte sich Hallwachs erneut dem photoelektrischen Effekt zu. Jetzt untersuchte er, wie dieser Effekt vom bestrahlten Material abhängt. Er schreibt u.a.:
Die negative Electricität ging, wie sich gezeigt hatte, von den Metallplatten bei der Belichtung nicht mehr weg, wenn die zuerst frisch geputzte Oberfläche einige Zeit an der Luft gelegen hatte. . . .
Durch seine experimentellen Erfolge wurde Hallwachs zum führenden Forscher auf dem Gebiet der Photoelektrizität. Die Entwicklung führte im Bereich der Technik später zur Photozelle, die eine wichtige Rolle beim Tonfilm und der Bildtelegraphie spielte.
Im physikalischen Bereich erlangte der Photoeffekt große Bedeutung bei der Entwicklung einer neuen Modellvorstellung vom Licht. Die Deutung des Effekts mit Hilfe der Lichtquantenhypothese durch Einstein im Jahre 1905 führte in das völlig neue, durch Max Planck begründete, Gebiet der Quantenphysik.