Ph 12Geschichte |
Louis de Broglie |
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Louis Victor, Duc de Broglie, (1892-1987), wurde am 15.
August 1892 in Dieppe (Frankreich) geboren und war Angehöriger
eines alten französischen Adelsgeschlechts. Nach Abschluss seiner
Schulausbildung studierte er zunächst Geschichte und Philosophie,
wechselte aber 1911 zur Mathematik und Physik. Mit Begeisterung studierte
de Broglie die Abhandlungen des 1. Solvay Kongresses (Brüssel Ende
1911) und entwickelte selbständige Überlegungen zur Quantentheorie.
Der Ausbruch des 1. Weltkrieges beendete diesen Ansatz. Nach dem ersten Weltkrieg nahm der junge Wissenschaftler 1919 seine Studien wieder auf und befasste sich mit dem Photoeffekt. Er bekam viele Anregungen von seinem um 17 Jahre älteren Bruder Maurice, der in Paris ein Privatlaboratorium unterhielt, wo vornehmlich über Röntgenspektroskopie und Radioaktivität gearbeitet wurde. |
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Als Professor der theoretischen Physik am 1929 gegründeten Institut Henri Poincaré arbeitete de Broglie weiter auf dem Gebiet der Quantenelektrodynamik und der Elementarteilchentheorie. Er entwickelte u. a. die "Fusionsmethode" zur Behandlung von Elementarteilchen mit einem Spin, der gleich einem beliebigen Vielfachen von 1/2 ist. De Broglie gehörte zu den namhaftesten Gegnern der Kopenhagener Deutung. Er hat zahlreiche Versuche einer anderen Interpretation der Quantentheorie unternommen. Für seine Entdeckung der Wellennatur von Elektronen erhielt de Broglie 1929 den Nobelpreis für Physik. Er starb am 19. März 1987 in Louveciennes bei Paris. |