Ph 12Versuch |
Ergebnisse des Streuversuchs und Rutherfords Schlussfolgerungenangelehnt an die Veröffentlichung von 1911 |
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| 1. Ergebnisse des berühmten Streuversuchs
Ernest Rutherford untersuchte seit 1898 Alpha-Teilchen. Er war mit dieser neuartigen Strahlung völlig vertraut und konnte später auch nachweisen, dass es sich dabei um Helium-Kerne handelte. 1909 wurde er mit einer ziemlich unverständlichen Eigenschaft der Alphateilchen konfrontiert, auf die seine Schüler Geiger und Marsden bei Streuversuchen gestoßen sind. Hans Geiger und Ernest Marsden beschossen 1909 eine sehr dünne Goldfolie mit einem eng begrenzten Strahl von Alphateilchen über mehrere Monate (sie führten diese Untersuchungen bis 1913 weiter). Geiger verwendete eine Dicke von 8,6·10-6 cm für die Folie. Tatsächlich war die Folie so dünn, dass sie auf ein Gitter aufgebracht wurde (bei dem Gitter ohne Folie wurden keine Reflexionen von Alphateilchen festgestellt, es war für Alphastrahlung durchsichtig). Sie fanden drei wesentliche Dinge:
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| 2. Rutherfords Deutung Rutherford war ein hervorragender und sehr kooperativer Wissenschaftler. Er liebte das Leben, ging aus, feierte und konnte sich an allen Dingen erfreuen. Er war aber auch ein hart arbeitender Mann, der die Wissenschaft - allein wegen ihrer Möglichkeit neue Erkenntnisse zu gewinnen - liebte und der unermüdlich in seinem Labor forschte und variierte. Er hatte selten irgendwelche Probleme mit anderen Menschen, manches Mal gelang es ihm sogar, einen potenziellen Widersacher dazu zu gewinnen, dass er ein effektiver Mitarbeiter wurde. Wenn er Leute wie Einstein, Lorentz oder Planck traf gelang es ihm auf Anhieb, sie in eine fruchtbare und konstruktive Diskussion zu führen. Er hatte eine sehr freundschaftliche Beziehung zu Marie Curie. Beide waren begeisterte Wissenschaftler, die sich von den Experimenten mitreißen ließen, die einzig und allein den Zweck hatten, neue Erkenntnisse zu gewinnen und das Wesen der Dinge zu verstehen. Seine Lösung des Rätsels von der Streuung der Alphateilchen an Goldatomen sowohl um kleine als auch große Winkel, war der Atomkern. Es war bereits bekannt, dass das Atom einen Radius von etwa 10-10 m hat. Beim thomsonschen Modell (auch Wassermelonenmodell oder Rosinenkuchenmodell genannt) verteilte sich die ganze Atommasse homogen auf den Raum, den das Atom in Anspruch nahm. Rutherford erklärte, dass die ganze Atommasse im Zentrum des Atoms auf einem sehr kleinen Raum vereinigt ist, dies ist der Atomkern. In seiner Veröffentlichung von 1911 schlug er vor, den Kern als einen Punkt zu betrachten: Rutherford verwendete in seiner Veröffentlichung nicht das Wort "Kern". Er nannte es "Ladungskonzentration". In einem Artikel von 1912 schrieb er einige Seiten über das Atommodell und verwendete dort erstmals das Wort "Kern".
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Hinweise: