Ph 11Anwendungen |
Abflachung der Erde |
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Die Erde ist eine flüssige Kugel mit einer festen Kruste. Die Oberfläche dieser Flüssigkeitskugel verschiebt sich so lange, bis sie senkrecht auf den resultierenden Kräften steht. Steht die Oberfläche nicht senkrecht auf den resultierenden Kräfte, so wirkt auf die flüssigen Teile der Oberfläche eine Hangabtriebskraft, die diese Massepunkte verschiebt.
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Auf die Körper auf der Erdoberfläche wirken die Gravitationskräfte
FG. |
Die genaue Berechnung dieser theoretischen Erdoberfläche (Erdellipsoids) ist für die 11. Klasse zu schwierig, aber eine Abschätzung der Kräfte ist möglich. So gilt:
| Drehradius r eines Orts mit der geographischen Breite φ | r = R·cosφ | |
| Zentrifugalbeschleunigung aZF | aZF = r·ω2 | |
Ein Zahlenbeispiel:
Für φ = 45° gilt: r = 6370 km · cos 45°
= 4500 km, daraus errechnet sich eine Zentrifugalbeschleunigung aZF
= 4,5 · 106 m·(7,27 ·10-5 s-1)2 =
0,024 ms-2
Daraus erkennt man, dass die Zentrifugalkraft auf der Erdoberfläche nur
wenige Promille der Gravitationskraft ausmacht, der Abflachungseffekt also gering
ist.
Anmerkung zur wahren Gestalt der Erde:
In Wirklichkeit ist die idealisierte Erdoberfläche viel komplizierter,
da das Erdinnere kein homogenes Material ist. Man nennt die wahre idealisierte
Erdform Geoid. Der Geoid ist die gedachte Fortsetzung des spiegelglatten Ozeans
unter allen Kontinenten. Auf seiner Oberfläche steht das aktuelle Lot stets
senkrecht.
Die Geoidoberfläche wird durch die Abstände von der Referenzoberfläche
des errechneten Erdelliploids definiert. Die größte negative Abweichung
ist im indischen Ozean mit -106 m, die höchste Abweichung liegt bei + 85
m.
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Quelle: http://dgfi2.dgfi.badw-muenchen.de/geodis/GRAV/Geoid.html |