Ph 11

Geschichte

Henry Cavendish

Quelle: Geophysikalisches Institut (Walter Kertz) der Technische Universität Braunschweig


Geboren 1731 in Nizza,
Gestorben 1810 in London.
Er war Sohn des Herzogs von Devonshire und einer Tochter des Herzogs von Kent.
Die Mutter starb zwei Jahre nach seiner Geburt.
Schon frühzeitig zeigte er eine auffallende Menschenscheu. Er konnte immer nur mit einem Menschen sprechen, kamen andere hinzu, so ging er weg. Mit seiner Dienerschaft verkehrte er nur schriftlich. Gekleidet war er altmodisch und nachlässig.
1773 wurde er von einem Onkel zum Erben eines großen Vermögens eingesetzt.
Cavendish hinterließ mehr als eine Million Pfund.
Man sagte von ihm, er sei der reichste unter den Gelehrten und der gelehrteste unter den Reichen.

1760 wurde Cavendish Mitglied der Royal Society. Er veröffentlichte nur wenig. Nach seinem Tode fand man eine Menge unvollendeter Manuskripte. Alle seine Arbeiten bewegten sich im Rahmen der Newtonschen Theorie, die "Principia mathematica" war ihm Leitbild für alle naturwissenschaftliche Forschung. Cavendishs Hauptverdienste liegen auf dem Gebiet der Chemie. Er entdeckte den Wasserstoff und fand, dass bei seiner Verbrennung Wasser entsteht. Er erkannte auch, dass Luft aus Stickstoff, Sauerstoff und einem kleinen Rest besteht. 100 Jahre später identifizierte William Ramsay den Rest als Argon. - Bedeutsam für die Geschichte der Geophysik ist vor allem Cavendishs Bestimmung der mittleren Dichte der Erde [Phil.Trans.Roy.Sox., 1798, 469-526]. Außerdem beschäftigte er sich mit meteorologischen Instrumenten und der Höhe der Nordlichter.