Ph 10

Versuch

Magnetische Kraft zwischen parallelen Leitern


Der Versuch von Oerstedt hat gezeigt, dass ein stromdurchflossener Leiter magnetische Wirkungen in seiner Umgebung hervorruft. Wickelt man den Leiter zu einer Spule, so beobachtet man z.B. Kraftwirkungen auf ferromagnetische Körper.

Bringt man parallel zu einem langen Leiter aus Kupfer einen zweiten Kupferleiter, so kommt es - abhängig von der Stromrichtung in diesen Leitern - zu einer Abstoßung bzw. Anziehung der Leiter. Da die hierbei auftretenden Kräfte sehr schwach und somit die Auslenkung der frei hängenden Leiter klein ist, projizieren wir die Leiter mit einem Tageslichtprojektor an die Wand. Somit können wir auch kleinere Auslenkungen feststellen.

Jeder der beiden stromdurchflossenen, nicht-ferromagnetischen Leiter ruft in seiner Umgebung ein magnetisches Feld hervor. Das Zusammenspiel dieser beiden Felder führt offensichtlich zu den Kräften zwischen den Leitern. Eine genauere Untersuchung erfolgt in der entsprechenden Musteraufgabe.

Die nebenstehende Animation zeigt:

  • Abstoßung der Leiter, wenn sie von entgegengesetzt gerichteten Strömen durchflossen werden.
  • Anziehung der Leiter, wenn sie von gleich gerichteten Strömen durchflossen werden.

 

Hinweis:
Die Kraftwirkung zwischen parallelen, stromdurchflossenen Leitern benutzt man zur Festlegung der Einheit der Stromstärke.