Ph 10

Versuch

Spannungsteiler (Potentiometer)

Mit einem Spannungsteiler kann man Spannungen bereitstellen, deren Wert zwischen dem Wert U0 einer vorgegebenen Quelle und nahezu 0 V liegt.

Unbelasteter Spannungsteiler

Bei einer Serienschaltung von zwei diskreten Widerständen R1 und R2 teilt sich die Gesamtspannung U0 im Verhältnis der Widerstandswerte auf.

Nach der Maschenregel gilt:                              U0 = U1 + U2   (1)

Da beide Widerstände vom gleichen Strom I durchflossen werden, kann man schreiben:

U0 = I·R1 + I·R2  (2)

Vergleicht man (1) mit (2), so stellt man für das Verhältnis der Spannungen fest:

Durch die Auswahl der Widerstandswerte kann auf diese Weise die Spannung U0 beliebig aufgeteilt und somit z.B. an R1 jede Spannung zwischen 0V und U0 abgegriffen werden.


 

Verwendet man anstelle der beiden diskreten Widerstände einen Widerstandsdraht mit einem verschiebbaren Abgriff, so können die Teilspannungen stufenlos variiert werden.

Bei Anschluss ein hochohmigen Voltmeters zwischen den Punkten A und K ergaben sich z.B. die folgenden Ergebnisse:

l in cm
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
U in V
0
0,20
0,40
0,60
0,80
1,00
1,20
1,40
1,60
1,80
2,00

 

 

Fährt man mit dem Schleifkontakt K von A nach E, so stellt man am Spannungsmesser einen linearen Spannungsanstieg fest. Greift man mit K z.B. bei der halben Drahtlänge ab, so zeigt das Voltmeter auch die halbe Gesamtspannung.

Hinweis:
Bei dem nebenstehend dargestellten Aufbau kommt man mit K nicht direkt an die Punkte A und E.

 

Belasteter Spannungsteiler

Etwas komplizierter liegen die Verhältnisse, wenn der Spannungsteiler durch einen Widerstand R* belastet wird. In diesem Fall stellt sich - insbesondere wenn R* klein gegen R1 ist - kein linearer Spannungsverlauf ein.

Beispiel einer Messung:

l in cm
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
U* in V
0
0,20
0,30
0,50
0,65
0,80
1,00
1,20
1,40
1,60
2,00

 

  • Wenn Sie an der theoretischen Behandlung des belasteten Spannungsteilers interessiert sind, so arbeiten Sie die folgende Musteraufgabe durch.
  • Von Herrn Fendt gibt es überdies noch eine sehr schöne Simulation zu diesem Problem.