Ph 10

Versuch

Die Influenzmaschine von Wimhurst


 

Quelle:www.abteigym-seckau.asn-graz.ac.at/physik/Museum

A: Scheiben
B: Leidener Flaschen
(Hochspannungsunempfindliche Kondensatoren)
C: Elektroden mit Funkenüberschlag
D: Ausgleichskonduktoren
E: Saugbüschel
F: Kontakt zu den Leidener Flaschen
G: Hartgummibalken (Scheiben-Lager)
I: Kontakt zu gegenüberliegenden Büscheln
K: Klemmen zur Stromentnahme


Erklärung der Maschine:
Die Influenzmaschine erzeugt statische Elektrizität hoher Spannung und geringer Stromstärke. Die beiden Scheiben sind mit einer bestimmten Anzahl von Staniolbelägen belegt und rotieren in geringem Abstand in entgegengesetzter Richtung. Auf den beiden Glassäulen befinden Konduktoren zur Ladungsaufnahme, die mit einem mit Saugbüschel versehenen Arm die Ladung von den Staniolbelägen absaugen. Jede Scheibe besitzt einen Konduktor mit zwei Metallbüscheln. Die Maschine erregt sich selbst. Ist irgendein Staniolbelag z.B. der vorderen Scheiben zufällig elektrisch negativ geladen, so erregt er in einem bei ihm vorbei rotierenden Belag durch Influenz der hinteren Scheibe positive Ladung, die durch Abließen der Elektronen über die Bürsten in den Konduktor kommt. Bei weiterer Drehung induziert diese positive Ladung auf der hinteren Scheibe auf den Staniolstreifen der vorderen Scheibe negative Ladung , die durch Elektronenfluss über die Bürsten aus dem vorderen Konduktor kommt. Durch die versetzte Anbringung der Bürsten schaukelt sich das gegenseitige Aufladen der Konduktoren immer mehr auf. Diese Ladung sammelt sich nun in den Konduktoren und den Leidener Flaschen. Bei zu großer Spannung springt dann Ladung in Form eines kräftigen Funkens zwischen den Elektrodenkugeln über.

 

Hier eine Influenzmaschine ohne Konduktoren, bei denen die Ladungsaufnahme nur durch die Leidener Flaschen übernommen wird.