Stellt euch vor, ihr geht schwimmen. Und eure schicke
neue Armbanduhr ist nicht wasserdicht - Totalschaden! Halb so
schlimm: Mit unserer Sonnenuhr seid ihr immer am Puls der Zeit.
Bis es dunkel wird...
Ihr braucht:
3 DIN A4 Bögen sehr festen Karton, Lineal, ein großes Geodreieck
(längste Seite 22 cm), Cutter, Stift, Zirkel, Klebeband, Kompass
Schneidet aus einem Bogen Karton ein Quadrat mit
einer Seitenlänge von 20 Zentimetern. Zeichnet darauf mit dem Zirkel einen
Kreis mit demselben Durchmesser.
Unterteilt den Kreis mithilfe des Geodreiecks in
24 gleich große "Tortenstücke". Jedes von ihnen soll einen Winkel von 15
Grad haben. Mit einem Stift beschriftet ihr nun dieses Zifferblatt - so
wie auf der Zeichnung.
Damit eure Uhr
richtig geht, muss eine Kante des so genannten Schattenwerfers parallel
zur Erdachse stehen. Ihr könnt dieses Schatten spendende Dreieck daher nur
richtig zuschneiden, wenn ihr wisst, auf welchem Brei-tengrad der Ort liegt,
an dem ihr euren Zeitmesser aufstellen wollt. Das findet ihr heraus, indem
ihr in einen Atlas oder auf eine Landkarte schaut: Köln liegt zum Beispiel
ungefähr auf dem 51. Breitengrad nördlicher Breite, Ibiza auf dem 39.
Diese Gradzahl ist einer
der Winkel des Dreiecks. Zeichnet auf einem zweiten Pappbogen
eine Linie, die in diesem Winkel (in der Zeichnung: B) vom Blattrand
wegführt. Von dieser Linie soll nun im rechten Winkel eine zweite
zu demselben Blattrand zurückführen. Dieser Strich muss genau
zehn Zentimeter lang sein. Schiebt das Geodreieck auf der ersten
Linie entlang, bis ihr den Punkt gefunden habt, an dem die zweite
beginnen muss.
Dort, wo diese
Linie auf den Blattrand trifft, ist die zweite Ecke des Dreiecks. Von hier
zeichnet ihr eine dritte Linie senkrecht nach oben. Wo sie und die erste
Linie zusammentreffen, bilden sie die dritte Ecke: Das Dreieck ist fertig;
ihr könnt es mit dem Cutter ausschneiden.

Dann schlitzt ihr
an der Zwölf- Uhr-Markierung das Zifferblatt fünf Zentimeter lang auf. Einen
ebenso langen Schlitz schneidet ihr in das Dreieck, und zwar entlang der
zehn Zentimeter langen Linie, die ihr als zweite angezeichnet habt. Jetzt
könnt ihr die beiden Teile zusammenstecken.
Aus der dritten
Pappe schneidet ihr ein Recht- eck mit 20 mal 25 Zentimetern Seitenlänge
aus. Zeichnet darauf Linien wie auf dem Bild unten. Stellt die Sonnenuhr
auf diese Bodenplatte ? sodass Zifferblatt und Schattenwerfer genau auf
den Linien stehen. Fügt alle Teile mit Klebeband zusammen.
Um die Zeit abzulesen,
muss der Pfeil auf der Bodenplatte genau nach Norden zeigen (hier kommt
der Kompass zum Einsatz). An dem Schatten, den das Dreieck auf das Zifferblatt
wirft, könnt ihr dann die so genannte "Sonnen-" oder "wahre Ortszeit" ablesen.
Wundert euch nicht, wenn diese immer etwas von der Uhrzeit abweicht, die
euer Reisewecker anzeigt. Der stellt nämlich die "Zonenzeit" dar. In fast
ganz Europa gilt beispielsweise die Mitteleuropäische Zeit (MEZ): Wenn es
in Budapest Mittag ist, schlägt's auch in Madrid zwölf - obwohl Spaniens
Hauptstadt rund 2400 Kilometer weiter westlich liegt und die Sonne dort
ihren höchsten Stand erst rund anderthalb Stunden später erreicht.
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