|
Hendrik Antoon Lorentz wurde am 13. Juli 1853 in Arnheim
geboren.
Seine Schulzeit absolvierte er in seiner Geburtsstadt,
bis er 1870 für ein Studium der Mathematik und Physik an die Universität
Leiden ging.
Im Februar 1872 nahm er die Lehrtätigkeit am Abendgymnasium in Arnheim
auf und bildete sich autodidaktisch weiter, so dass er 1875 promovieren
konnte. Auf Grundlage der Maxwell-Theorie erklärte er in seiner Dissertation "Sur la théorie de la réflexion et de la réfraction de la lumière"
die Brechung und Reflexion des Lichtes.
Nachdem er 1877 eine Professur auf den mathematischen Lehrstuhl in Utrecht
ablehnte nahm er 1878 einen Ruf auf den ersten niederländischen Lehrstuhl
für theoretische Physik an der Universität Leiden an. Im Jahr 1892 formuliert
Hendrik Antoon Lorentz eine modellhafte Theorie der Leitfähigkeit und
der magnetischen Eigenschaften von Metallen, welche von der Existenz beweglicher
negativer Ladungsträger in den Metallen ausgeht. Sie wird später als Elektronentheorie
bezeichnet. 1895 führt er die nach ihm benannte Lorentz-Kraft
ein.
1902 erhält er den Nobelpreis für Physik. Ab 1912 war er als Kurator bei
der Teyler-Stiftung in Haarlem tätig. Ab 1920 beteiligte er sich an der
Planung des Zudersee-Projektes, welche er 1926 abschloss.
Hendrik Antoon Lorentz verstarb am 4. Februar 1928 in Haarlem.
|