- Nach Schulbesuch und Abitur in seiner Heimatstadt Fulda studierte
Ferdinand Braun Mathematik und Physik in Marburg und Berlin.
- Am 23. November 1874 gelang ihm als Lehrer an der Thomas-Schule in
Leipzig der erste große wissenschaftliche Erfolg seines Lebens. Er entdeckte
den Gleichrichtereffekt der Halbleiter, auf dem die heutige
Elektronik beruht.
- Mit 26 Jahren wurde Braun zum außerordentlichen Professor für theoretische
Physik nach Marburg berufen.
- Mit 35 Jahren ging Braun nach Tübingen. Hier entwickelte er unter
anderem das Braunsche Elektrometer (1891). Im Jahre 1895
ging Braun nach Straßburg und wurde dort 1905 Rektor der Universität.
- 1896 entstand seine berühmteste Erfindung, die Braunsche Röhre,
eine Kathodenstrahlröhre zur Untersuchung der Form elektrischer Schwingungen,
aus der sich die heutige Fernsehbildröhre entwickelte.
- Eine weitere bedeutende Erfindung glückte Braun 1898 auf dem Gebiet
der drahtlosen Nachrichtentechnik. Er konstruierte den Braunschen gekoppelten
Sender, eine noch heute in allen Sendern und Empfängern
gebräuchliche Ankopplung eines geschlossenen Schwingkreises an die Antenne.
Hierfür wurde ihm - gemeinsam mit Marconi - 1909 der Nobelpreis
verliehen.
- Professor Dr. Karl Ferdinand Braun war Wissenschaftler, Techniker
und Industrieller zugleich. Er gründete die Braun-Gesellschaft, die
später zur Braun-Siemens-Gesellschaft erweitert und dann zu Telefunken
fusionierte.
- Im Jahre 1914 reiste Braun zu Verhandlungen nach Amerika. Er konnte
während des Krieges nicht mehr zurückkehren. Er starb am 20. April 1918
in Brooklyn. Am 4. Juni 1921 wurde er in Fulda beigesetzt.
Dieser Text wurde in Auszügen von der Ferdinand-Braun-Schul, Fulda übernommen.
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