Ph 09Technik |
Die Perfektionierung der Dampfmaschine durch J. Watt |
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James Watt hatte mit dem Schmiedemeister Newcomen die hervorragenden handwerklichen Fähigkeiten gemein. Bei Watt kam jedoch das ausgeprägte Interesse an der Wissenschaft hinzu, welches ihn auch die theoretischen Hintergründe einer Wärmekraftmaschine durchschauen lies.
Anlässlich eines Reparaturauftrages für eine Newcomen-Maschine erkannte Watt sehr genau deren Schwächen und ging nun zielstrebig an deren Verbesserung.
| Um den Dampf zu kondensieren musste Newcomen Wasser in den Zylinder einspritzen, was nicht nur eine Kondensation des Dampfes sondern auch eine Abkühlung des gesamten Zylinders bedeutete und mit hohen Energieverlusten verbunden war. Um dies zu vermeiden führte Watt seine wichtigste Neuerung ein, den Kondensator. Damit entfiel das energiezehrende Aufheizen und Abkühlen des Zylinders, da die Kondensation in einem vom Zylinder getrennten, stets gekühlten Gefäß stattfand. Darüber hinaus baute Watt an den Kondensator eine Pumpe, welche die Luft und warmes Wasser (das später wieder dem Kessel zugeführt wurde) aus dem Kondensator absaugte. Auf diese Weise entstand ein Unterdruck im Kondensator, der den Betrieb der Maschine wesentlich verbesserte. Durch eine wärmedämmende Ummantelung des Zylinders wurden weitere Energieverluste vermieden. | ![]() |
In seinem ersten Entwurf baute der geniale Tüftler eine sogenannte "einfach wirkende" Maschine. Im Gegensatz zu den atmosphärischen Maschinen wird bei Watt jedoch die Arbeitsverrichtung nicht durch ein Vakuum bedingt, sondern durch den Druckunterschied, der zwischen dem Raum oberhalb und unterhalb des Zylinders herrscht. Im Folgenden ist schematisch die Funktionsweise dieser "einfach wirkenden" Maschine dargestellt. Sie benötigte nur mehr ein Viertel der Kohlenmenge, welche eine Necomen-Maschine verschlang.
![]() Situation zu Beginn des Arbeitstaktes |
Betrachte die Animation rechts! 1-3: 4-6:
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Aus dem berühmten Dampfmaschinenpatent von James Watt aus dem Jahre 1769 (verkürzte Darstellung): Allen denjenigen, welchen dieses Schriftstück zu Gesicht gelangt,
sende ich, James Watt, aus Glasgow in Schottland, Kaufmann, meinen Gruß
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Die "zweifach wirkende" Dampfmaschine
Aufgrund ihrer Konstruktion kam die "einfach wirkende" Dampfmaschine fast ausschließlich als Pumpenantrieb zum Einsatz. Mit der zunehmenden Industrialisierung war man jedoch an einer universell einsetzbaren, gleichmäßig laufenden Betriebsmaschine interessiert. Diese Forderung erfüllt Watt indem er bei der zweifach wirkenden Maschine die Räume über und unter dem Kolben abwechselnd mit dem Kondensator verbindet. So kann er beide Kolbenbewegungen als Arbeitshübe nutzen. Ein Gewicht zum Hochziehen des Kolbens ist nicht mehr nötig, der Balancier konnte entfallen.
| Ein möglicher Einsatz der zweifach wirkenden Maschine ist in dem schönen Applet von |
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