Ph 09Technik |
Reifen aus Gummi - ein kompliziertes Reibungsproblem |
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Für harte Oberflächen gilt das Reibungsgesetz in guter Näherung.
Dies bedeutet, dass ein Körper sich einer seitlich schiebenden Kraft solange
ohne Rutschen entgegensetzt, bis die maximale Haftkraft überschritten ist,
in der darauf folgenden Rutschphase widersetzt er sich der Bewegung mit einer
von der Schubgeschwindigkeit nahezu unabhängigen Gleitreibungskraft.
Bei Gummi, der bekanntlich weich ist und der bevorzugt zur Erzeugung großer Haftung bei Fahrzeugen und Schuhsohlen verwendet wird, kann eine solch scharfe Trennung zwischen Haftwiderstand und Gleitreibung nicht gezogen werden. Der Gummi weicht bei einer seitlichen Kraft geringfügig aus und erzeugt dabei eine anfangs immer stärker wachsende Gegenkraft. Ab einer gewissen Geschwindigkeit sinkt diese Gegenkraft dann. Reifenhersteller haben dieses Verhalten genau untersucht.
Der normale Bremsprozess: |
| ABS und ASR Aus obigem Graf sieht man, dass zur maximalen Kraftübertragung auf die Straße sowohl beim Bremsen als auch beim Bremsen je nach Fahrbahnbelag ein Schlupf von 5 bis 10% , bei Schotterstraße sogar bis 30% notwendig wäre. Sowohl ABS (Antiblockiersystem) als auch ASR (Antriebsschlupfregelung) versuchen diesen optimalen Schlupf durch entsprechende Regelung zu erreichen. Dazu wird an allen Rädern die Radgeschwindigkeit gemessen und über einen Rechner untereinander und eventuell mit der Fahrzeuggeschwindigkeit verglichen.
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