Ph 09Ausblick |
Supraleitung und Suprafluidität |
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Bei sehr tiefen Temperaturen treten in bestimmten Materialien absonderliche Effekte auf.
Supraleitung Dem holländischen Physiker Kammerling Onnes gelang in der "Tieftemperatur-Hochburg" Leiden die Verflüssigung von Helium, das bei 4,2 K kondensiert. Im Jahre 1911 entdeckte Onnes, dass eine Quecksilberprobe bei 4,2 K schlagartig ihren elektrischen Widerstand verlor, also zu einem idealen Leiter wurde. Onnes bezeichnete dieses Phänomen als Supraleitung. Er bekam für seine Entdeckung im Jahre 1913 den Nobelpreis für Physik. Im supraleitenden Zustand führen auch sehr hohe Stromstärken nicht zu einer Erwärmung des Leiters. |
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Im Jahre 1986 entdeckten G. Bednorz und A. Müller dass der keramische Stoff YBa2Cu3O7 eine relativ hohe Sprungtemperatur von 92 K besitzt. Zum Kühlen dieser Proben reicht der leicht erhältliche und im Vergleich zum flüssigen Helium wesentlich billigere flüssige Stickstoff aus, der bei 77 K siedet. Inzwischen hat man eine Reihe von sogenannten Hochtemperatur-Supraleitern gefunden. Allerdings ist man immer noch auf der Suche nach praktikablen Werkstoffen, die einmal als energiesparender Ersatz für die heute verwendeten Kupferleitungen bei der Stromversorgung dienen könnten.
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![]() Müller | Bednorz Nobelpreis 1987 |
Spulen, die aus Supraleitern aufgebaut sind, werden überall dort eingesetzt, wo man sehr starke Magnetfelder benötigt. Hierzu einige Beispiele:
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Supraleitende Körper zeigen eine weitere besonders interessante Eigenschaft, die in dem nebenstehenden Bild zu erkennen ist: Bringt man unter den im supraleitenden Zustand befindlichen Körper einen Magneten, so schwebt der Supraleiter (warum das so ist, wirst du in einer höheren Klasse verstehen können). Man denkt daran, mit dem schwebenden Supraleiter einmal nahezu reibungsfreie Lager aufzubauen. Zum Video des Versuchs kommst du über die Adresse: http://www.physik.tu-berlin.de/institute/IFFP/thomsen/supra01.html wo du den Schalter "Videosequenz" drückst. |
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Suprafluidität
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