Ph 09

Magie

Die wiedergefundene Spielkarte

z.Teil nach H.Hilscher Uni-Augsburg

Material:

  • relativ unbenutztes Spielkartenpäckchen
  • stabile Tischplatte

Durchführung:
Die Karten eines vollständigen Kartenpäckchens werden gemischt. Eine Versuchsperson wählt eine Karte aus und legt sie dem Vorführenden ("Zauberer") mit dem Bild nach unten auf den Kopf und hält sie dort fest. Der Zauberer darf die Karte nicht sehen. Er sollte, während die Karte auf seinem Kopf liegt, diesen ein wenig hin und her drehen. Die Karte wird wieder in das Päckchen gesteckt und die Karten werden gemischt. Mit einem starken, etwas schrägen Schlag mit der Handkante auf das Kartenpäckchen (siehe Abb.) rutscht der Stapel in zwei Stapel auseinander. Auf der Unterseite des oberen Stapels findet der Zauberer die gesuchte Karte.

Die folgenden Bilder entstammen dem Video zu den Freihandexperimenten von Prof. H.Hilscher, Uni Augsburg

Erklärung:
Mit Ausnahme von frisch gewaschenen Haaren sind alle Haare (auch sogenannte "trockene Haare") grundsätzlich fettig. Durch die Bewegung des Kopfes wird die gesuchte Karte "eingefettet" und dadurch die Haftreibung vermindert. Unter Einwirkung von Scherkräften (schräger Handkantenschlag) wird die kleinste der Haftreibungskräfte der Karten untereinander überwunden, wobei die eingefettete Karte aus dem Stapel gleitet, da der Gleitreibungskoeffizient dieser Karte kleiner als der Haftreibungskoeffizient der anderen Karten ist.

Literatur:
Hilscher,
H.: Universität Augsburg, Institut für Didaktik der Physik, CD-ROM Freihandexperimente (Bildvorlage)
Wittmann
, J.: Trickkiste 1, Experimente, wie sie nicht im Physikbuch stehen, Bayerischer Schulbuch Verlag, München 1986