Ph 09
Magie
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Das gehorsame Ei
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Material:
- Kinderüberraschungsei, oder Filmdose
- Flaschenkorken
- dünne etwa 1 m lange Schnur
- Zange, Bohrer oder erhitzter Nagel
Bau:
Man bohrt oben und unten in die Filmdose oder das Überraschungsei
ein Loch, oder brennt es mit einem über eine Kerze erhitzten Nagel
hinein. Den Korken verkürzt man so, dass er quer in die Dose passt.
Anschließend fädelt man den Faden wie gezeichnet durch die
Dose. Eventuell kann man zur Beschwerung ein Paar Schraubenmuttern zusätzlich
in die Dose geben.
Durchführung:
Die Fadenenden hält man mit den Händen fest und spannt den Faden
in senkrechter Richtung. Wird der Faden straff gespannt, bewegt sich das
Ei nicht. Lässt man den Faden locker, gleitet das Ei schnell am Faden
abwärts. Durch die Spannung des Fadens kann die Gleitgeschwindigkeit
des Eis beeinflusst werden. Die unterschiedliche Spannung des Fadens ist
für den Zuschauer nur durch sehr genaues Hinsehen zu beobachten.
Deshalb kann man das Ei scheinbar auf Kommando haften oder hinabgleiten
lassen.
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Erklärung:
Die Reibungskraft zwischen zwei Oberflächen ist proportional zu der
Kraft, mit der sie aneinander gepresst werden. Die Größe der Kraft,
die den Faden an den Korken und an die Ränder der gebohrten Löcher
im Ei presst, ist proportional zu der Kraft, mit der die Hände den Faden
spannen. Deshalb ist die Reibungskraft zwischen Faden und Ei abhängig von
der den Faden spannenden Kraft und kann durch sie variiert werden.
Literatur:
Hilscher, H.: Universität Augsburg, Institut für Didaktik der Physik, CD-ROM Freihandexperimente (Bildvorlage)
Hahn, H.: Physikalische Freihandversuche, Band 1, Verlag Otto Saale, Braunschweig
1907