Ph 08

Technik

Saugpumpe und Saugdruckpumpe

Fotos und Text: Deutsches Museum

Die Saugpumpe

Die Saugpumpe zum Fördern von Wasser entstand im 15. Jahrhundert. Das Wasser im Steigrohr wird im wesentlichen bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens durch Saugen, das heißt durch die Wirkung des äußeren Luftdrucks, gehoben. Bei der Abwärtsbewegung strömt es nur durch ein Ventil in den Raum oberhalb des Kolbens, wo es gleichzeitig mit dem nächsten Saughub aus dem Ausflussrohr geschöpft wird. Die größtmögliche Steighöhe ergibt sich durch den Luftdruck zu etwa 10 Metern. Bei längeren Steigrohren bildet sich in etwa 10 m Höhe ein stillstehender Wasserspiegel mit darüber befindlichem Wasserdampf aus.

Saugpumpe
Modell aus Deutschem Museum

 

Die Saugdruckpumpe

Die Saugdruck-Kolbenpumpe dient zum Heben von Wasser auf Förderhöhen über 10 m oder zum Überwinden eines Gegendrucks. Ihre Erfindung wird dem Mechaniker Ktesibios aus Alexandrien (3. Jahrhundert vor Christus) zugeschrieben. Sie ist in der Bauart das Vorbild der ersten Vakuumkolbenpumpen gewesen. Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens wirkt die Pumpe als Saugpumpe. Das Wasser wird durch ein meist kurzes Steigrohr in den Pumpenzylinder gesaugt. Bei der Abwärtsbewegung drückt der Kolben das angesaugte Wasser aus dem Pumpenzylinder in eine Druckleitung, in der Förderhöhe oder Förderdruck nur durch technische Rücksichten begrenzt sind. Ein Windkessel in der Druckleitung dient zum Ausgleich der Pumpstöße.

Saugpumpe
Modell aus Deutschem Museum