Ph 08

Technik

Ab- und Auftauchen beim U-Boot


Ein Unterseeboot (kurz U-Boot) ist sowohl für die Über- als auch die Unterwasserfahrt geeignet. Es dient vorwiegend militärischen, in Sonderfällen auch wissenschaftlichen, Zwecken. Die Außenhaut des Schiffes besteht aus dem sogenannten Druckkörper, der meist von kreisförmigem Querschnitt ist, da diese Form die vom Wasserdruck bedingten Kräfte am besten aufnehmen kann.
Durch Fluten der Tauchzellen wird das Gewicht des Bootes so weit erhöht, dass es abtaucht. Das Abtauchen kann durch Betätigen des Tiefenruders unterstützt werden. Die Trimmzellen, welche auch geflutet werden können, dienen der Schwerpunktsverlagerung.

Durch das Herausdrücken des Wassers aus den Zellen bzw. durch das Auspumpen der gefluteten Zellen kann erreicht werden, dass die mittlere Dichte des Bootes kleiner wird als die des Wassers und das Boot somit auftaucht.

Typische Daten für ein U-Boot mit herkömmlichen Diesel-Antrieb sind:

  • Wasserverdrängung 100t - 2000 t
  • Geschwindigkeit 25 Knoten bei Überwasserfahrt; 15-20 Knoten bei Unterwasserfahrt;
  • Tauchtiefe bis 150 m
  • Tauchweite ca. 160 Seemeilen

Typische Daten für ein U-Boot mit Kernenergie-Antrieb sind:

  • Wasserverdrängung ca. 9000 t
  • Geschwindigkeit 30 Knoten bei Überwasserfahrt; 40-50 Knoten bei Unterwasserfahrt;
  • Tauchtiefe bis 600 m
  • Tauchweite ca. 100 000 Seemeilen und mehr


Zur Information:

1 Knoten (kn) = 1 Seemeile/h = 0,514 m/s

1 Seemeile (sm) = 1852 m

Schema eines U-Bootes mit herkömmlichem Antrieb. Zum Betrieb des Dieselmotors ist Frischluftzufuhr notwendig. Frischluft steht bei geringen Tauchtiefen über einen Schnorchel zur Verfügung. Bei größeren Tauchtiefen erfolgt der Antrieb durch den batteriegespeisten Elektromotor.

 


Die nebenstehende Animation zeigt dir den Vorgang des Ab- und Auftauchens eines Unterseebootes sehr stark schematisiert.

Aktuelles Lexikon der Süddeutschen Zeitung vom 8. August 2005 zum U-Boot:
Als U-Boote werden üblicherweise militärische Unterwasser-Fahrzeuge bezeichnet; bei zivilen spricht man von Tauchbooten. Versuche zur Entwicklung von U-Booten gibt es seit der Antike, doch endeten sie meist damit, dass die Prototypen samt Besatzung in den Tiefen der See verschwanden.

U-Boote werden weiterhin auch konventionell eingesetzt, etwa von den Briten während des Falkland-Kriegs 1980. Die russische AS-28 Pris (die im August 2005 nicht mehr auftauchen konnte und von einem britischen Tauchroboter befreit wurde) ist ein Spezialtypus, der zur Aufklärung und als Rettungsboot eingesetzt wird - und nun selber der Rettung bedurfte.