Ph 08

Technik

Großer Kran


Der Baukran

Übernommen und graphisch vereinfacht aus der Homepage der "Sendung mit der Maus"
URL: www.wdr.de


Das ist ein riesiger Baukran. Der stand in Köln direkt am Hauptbahnhof. Im Hintergrund kannst du noch die Türme des Kölner Doms erkennen. Von weitem sah es so aus, als seien Baukran und Dom fast gleichgroß.
Dieser Kran war aber nicht nur außergewöhnlich groß, er war auch ganz außergewöhnlich gebaut.
Ein riesiger Baukran.
So sieht der Blick oben vom Kran aus - es ist wirklich gewaltig hoch!
Aber warum ist der Kran so groß? Müssen die Sachen wirklich so hoch transportiert werden?
Ein Blick vom Kran auf Köln...

Armin hat ein Modell des Krans gebaut. Ein Bleigewicht hängt unten an dem großen Ausleger - so wird der lange Arm des Krans genannt.

Wenn du auf das Bild klickst, kannst du das Gewicht hochziehen oder wieder ein Stück herunterlassen.

Mit einer kleinen Kurbel kann Armin außerdem den Ausleger absenken. So kann er das Bleigewicht an einer weit entfernten Stelle absetzen. Der Kran ist also deshalb so groß, damit man an weit entfernten Stellen Sachen absetzen oder aufnehmen kann.

Wenn du auf das Bild klickst, kannst du den Ausleger absenken und wieder heben.

In Armins Modell ist das Bleigewicht zu schwer. Der Modellkran bekommt Übergewicht: Er kippt um. Das darf auf einer echten Großbaustelle natürlich niemals passieren! Aber wie kann man verhindern, dass der Kran Übergewicht bekommt?


Damit der Kran nicht umkippen kann, hängt Armin vier Gewichte an den kleinen Ausleger. Das schafft ein starkes Gegengewicht. An den kleinen Ausleger werden... ..insgesamt vier Bleigewichte gehängt.

In Wirklichkeit sehen die Gegengewichte so aus: Neun Metallplatten, die etliche Tonnen wiegen.
Hier kommen die Gewichte gerade an den kleinen Ausleger des echten Krans. Dazu balancieren die Arbeiter riesige Laschen zu den vier Schienen an den Ecken der Gewichte. Die Laschen hängen an dicken Stahlseilen. Und die Stahlseile wiederum hängen an dem kleinen Ausleger des Krans.
Das Gegengewicht wird an den Kran gehängt.
Zwischen die Laschen und die Schienen werden dann noch solche Bolzen geschoben. Die sind so dick wie der Arm eines Erwachsenen. Und diese dicken Bolzen werden anschließend noch mal mit einem Metallstift gesichert.
Zwischen Laschen und Schienen hängen armdicke Bolzen.
Jetzt kann das gesamte Gegengewicht angehoben werden. Ein paar Zentimeter reichen schon.
Das Gegengewicht wird angehoben.
Dank der Gegengewichte kann der große Ausleger nun bis ganz nach unten abgelassen werden, ohne das der Kran umfällt.
Unser Modellkran in maximaler Auslage.

Tatsächlich reicht der große Ausleger so weit, dass der Kranfahrer das Ende seines Krans in der Dunkelheit gar nicht mehr richtig erkennen kann. Trotzdem muss er den Ausleger mit ganz kleinen Bewegungen an den beiden Steuerknüppeln auf den Zentimeter genau lenken.
Wie kann das funktionieren?
Dem Kranfahrer reichen zum Steuern des Krans...
...ganz kleine Bewegungen mit den Steuerknüppeln.

Ein Arbeiter mit Sprechfunkgerät.
Dafür bekommt der Kranfahrer ganz exakte Anweisungen über Funk

Die Anzeigen im Kran.
Zusätzlich hat er diese Anzeigen. Die zeigen ihm unter anderem, wie weit sein Ausleger ausgelegt ist und wie viel Gewicht er am Haken hat



Und was hat er nun am Haken?
Es ist die Stütze für ein neues Bahnhofsdach. Sie ist aus Stahl und wiegt sieben Tonnen, also etwa so viel wie sieben Autos.
Obwohl die Stahlstütze mittlerweile schon am Haken des Krans ist, halten die Arbeiter sie noch mit fest.
Die Stahlstütze für das Bahnhofsdach.
Sie soll sich nämlich nicht verdrehen oder irgendwo anstoßen.
Und da schwebt die schwere Stahlstütze - 130 Meter vom Kranfahrer entfernt. Sie muss im Kölner Hauptbahnhof abgesetzt werden - und zwar mitten auf einem Bahnsteig.
Die Stahlstütze schwebt.
Da kommt sie an.
Übrigens dürfen diese Arbeiten immer nur nachts gemacht werden. Die Oberleitungen im Bahnhof stehen unter Hochspannung. Damit nichts passieren kann, muss der Strom abgeschaltet werden. Weil die Züge aber tagsüber den Strom zum Fahren brauchen, müssen die Arbeiten halt nachts gemacht werden, wenn erheblich weniger Züge unterwegs sind.
Die Stahl-Stütze wird abgesenkt.
Die Stütze wird genau auf vier Schrauben gesenkt. Das ist eine Sache von Millimetern. Und wieder sieht der Kranfahrer nichts von seiner Arbeit. Er sitzt ja draußen vor dem Bahnhof und muss sich völlig auf die genauen Funkanweisungen verlassen.
Die Stütze wird auf dem Bahnsteig befestigt...
Wenn alles richtig sitzt und festgeschraubt ist, kann der Kranhaken wieder abgemacht werden. Vorsichtig wird der Haken hochgezogen.
Die Stütze steht auf dem Bahnsteig.
Den Ausleger schwenkt der Kranfahrer wieder zurück. Denn bis der Strom für die Züge morgens wieder auf jedem Gleis angestellt werden muss, soll der riesige Kran noch einige Stützen im Kölner Hauptbahnhof absetzen.
Der Ausleger wird zurück geschwenkt.