Ph 08Heimversuch |
Weinautomat von HeronMario Brauer - Sächsischer Bildungsserver |
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Zwei Plasteflaschen werden in ihrem oberen Teil mit einer
seitlichen Bohrung versehen. In diese Bohrungen wird horizontal je ein kurzes
Rohrstück eingeklebt. Die Rohrstücke können einen geringen Innendurchmesser
besitzen. Beide Rohrstücke werden durch einen kurzen Gummischlauch miteinander
verbunden. Die erste Plastflasche wird mit einem durchbohrten Stopfen verschlossen.
Durch diesen Stopfen führt ein Steigrohr bis dicht über den Boden der Flasche.
Es endet am oberen Ende in einem Trichter. Die zweite Flasche wird auf der Seite,
die dem eingeklebten Rohr gegenübersteht, mit einer weiteren Bohrung versehen,
die sich dicht über dem Flaschenboden befinden soll. In diese Öffnung wird
ein Rohr eingeklebt, das senkrecht nach oben abgewinkelt ist. Es reicht bis
etwa 5 cm unter die Flaschenöffnung. Dort ist es abermals abgewinkelt, so dass
es wenige Zentimeter horizontal verläuft und dann in einer nach unten gerichteten
Ausflussöffnung endet. Unter diese Öffnung wird ein Becherglas gestellt.
Man füllt die zweite Flasche bis in Höhe der Rohröffnung mit gefärbtem Wasser
(Rotwein). Dann verschließt man die Flasche mit dem Schraubverschluss. über
die ganze Anordnung stülpt man einen Pappkarton, aus dem oben lediglich der
Trichter und an der Seite die Austrittsöffnung herausragt. Gießt man nun Wasser
in den Trichter, so tritt gefärbtes Wasser (Rotwein) aus dem Weinautomaten aus.
Es fließt jeweils genau soviel gefärbtes Wasser in das Becherglas, wie man klares
Wasser in den Trichter gießt (siehe Bild).
Das in die erste Flasche eingegossene Wasser verdrängt das gleiche Volumen Luft
in die zweite Flasche. Dadurch wird das gleiche Volumen an gefärbtem Wasser
in das Becherglas verdrängt. Auf diese Weise war es Heron möglich, Wasser in
Wein zu verwandeln.