Ph 08Heimversuch |
Kriegerischer Luftdruckaus der Fernsehsendung Kopfball des WDR vom 05. April 1998 (Zeichnung LeiFi) |
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Ein langes Kupferrohr wird hinten mit
einem Gummiprojektil bestückt. An beiden Enden wird es mit einer Plastikscheibe
und Vaseline luftdicht verschlossen. Mit einer Vakuumpumpe wird die Luft aus
dem Rohr gesaugt.
Zieht man die hintere Schutzklappe weg, rast das Projektil mit einer Geschwindigkeit
von bis zu 250 Stundenkilometern auf das zuvor anvisierte Ziel.
Wie kommt es zu dieser Beschleunigung?
Wenn die Schutzklappe abgezogen wird, drückt die Luftsäule mit einem Druck von "einer Atmosphäre" (etwa 1013 hPa) gegen das Projektil: Die "äußere" Luft dringt mit dieser Kraft in das Rohr ein und schiebt das Projektil vor sich her. Die vordere Plastikscheibe wird dabei durchschlagen.
Das Prinzip dieser sogenannten "Windbüchse" stammt von dem Magdeburger
Otto von Guericke. Er lebte von 1602 bis 1680 und beschäftigte sich viele Jahre
damit zu zeigen, dass es so etwas wie ein Vakuum überhaupt gibt.
1650 entwickelte er eine Vakuumluftpumpe, mit der er auch die "Windbüchse" betrieb
(1960). Versuche, mit dieser Technik auch eine größere Kanone zu betreiben, schlugen
aber fehl.
Drei Jahre vorher, demonstrierte er das Phänomen des Luftdrucks am Beispiel der
berühmten "Magdeburger Halbkugeln".
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