Ph 08Heimversuche |
Die Kerzenwippe |
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Aufbau: |
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Erklärung:
Die Kerze stellt einen zweiarmigen Hebel mit der Stricknadel als Drehachse dar, bei dem die Länge der Hebelarme ständig variiert. Im Ausgangszustand ist die Kerze austariert, d.h. ihr Schwerpunkt befindet sich an der Drehachse in der Mitte der Kerze. Dreht man die Kerze kurzzeitig aus der Ruhelage, so schmilzt die Flamme auf der tieferliegenden Seite mehr Wachs ab als an der höherliegenden Seite. Daher brennt oder tropft auf dieser Seite der Kerze im gleichen Zeitraum mehr Wachs ab als auf der anderen Seite. Der Schwerpunkt der Kerze verlagert sich dadurch von der Drehachse in Richtung des höher liegenden Endes der Kerze. Es entsteht ein Drehmoment, welches das obere Kerzenende nach unten sinken lässt. Nun brennt oder tropft von dieser Seite das Wachs schneller ab. Der Schwerpunkt der Kerze ändert erneut seine Lage und die Kerze beginnt zu wippen.
Literatur
Hilscher, H.: Universität Augsburg, Institut für Didaktik der Physik,
CD-ROM Freihandexperimente
Hahn, H.: Physikalische Freihandversuche, Band 1, Verlag Otto Saale, Braunschweig
1907
Zeier, E.: Kurzweil durch Physik, Aulis Verlag Deubner & Co.KG, Köln 1983
Walpole, B.: Experimente, Tricks und Tipps zum Verständnis der Natur, Lernen
und Wissen im Spiel und mit Spaß, Südwest Verlag GmbH & Co.KG, München 1990
Gardner, M., The Physics Teacher 31/6 (1993) 382 Literatur