Grundwissen

Druckdefinition


Theorie:

Durch das Wirken der Kraft F treten an den Wänden des flüssigkeits- bzw. gasgefüllten Behälters Druckkräfte auf, die senkrecht zum jeweiligen Wandstück gerichtet sind. Man sagt in der Flüssigkeit bzw. in dem Gas herrscht ein Druck p.


Über die Beträge dieser Kräfte kann man mit der nebenstehenden Anordnung eine Aussage gewinnen:
Die Anordnung besteht aus drei frei bewegliche Stempel mit den Querschnittsflächen A1, A2 und A3. Durch auf die Stempel werden Gewichtsstücke gestellt, so dass die Anordnung im "Gleichgewicht" ist.
Das Summe der nach unten wirkenden Gewichtskräfte des Zusatzkörpers und des Stempels, kurz mit G bezeichnet, ist dann genau so groß wie die durch das Gas beziehungsweise die Flüssigkeit auf die Stempelfläche nach oben wirkende Kraft F. Auf diese Weise kann man über die Gewichtskräfte G1 , G2 und G3 die vom Gas bzw. der Flüssigkeit ausgehenden Krafte F1, F2 und F3 bestimmen.

 


Für den dargestellten Gleichgewichtsfall ergeben die Messungen:

Diesen für alle Stempel gleichen Quotienten bezeichnet man als Druck.

Man bezeichnet den Quotienten aus Druckkraft und gedrückter Fläche als Druck:

Einheiten: [p] = 1 = 1 Pa
[p] = 1bar = 105Pa


Beispiel:
F1= 5 N; A1= 2 cm2 p = = 2,5 ; ist A2= 6 cm2, so findet man für F2= 15 N.

Hinweise:

Musterbeispiel:

Es stehen drei Zylinder mit den Kolbenflächen A1= 1,0 m2; A2= 1,0 dm2 und A3= 1,0 cm2 zur Verfügung.
a)

Welche zwei der drei Zylinder eignen sich zum Bau einer hydraulischen Hebebühne, bei der mit minimaler Kraft eine maximale Last gehoben werden kann? Begründe deine Wahl!

b)

Skizziere den Aufbau einer hydraulischen Hebebühne (mit Beschriftung).

c) Berechne die aufzuwendende Kraft, wenn eine Last von 1500 kg gehoben werden soll. 

Beachte auch GRUWI-Blatt: Umrechnung von Druckeinheiten