Ph 08

Geschichte

Vorstellungen vom Sehvorgang einst und heute

(zum Teil nach CVK1)

Sicher weißt du aus dem Unterricht bereits, dass unser Auge als Lichtempfänger aufzufassen ist. Wir können Gegenstände nur sehen, wenn Licht von ihnen in unser Auge trifft. Zu dieser Vorstellung gelangte die Menschheit erst etwa im 17. Jahrhundert. Im Altertum hatte man ganz andere Vorstellungen vom Sehvorgang, aber auch heute haben viele Leute noch falsche Fehlvorstellungen. 

Pythagoras (ca. 570-480 v. Chr.) und erklärte sich den Sehvorgang folgendermaßen: Vom Auge gehen heiße Sehstrahlen aus, die von den kalten Körpern dann „zurückgedrängt“ wurden.

 

 

Hipparch (ca. 190– 120 v. Chr.) verglich die von den Augen ausgehenden Sehstrahlen mit Händen, welche die Gegenstände abtasten und dadurch sichtbar machen.

Noch heute gibt es bei uns Redewendungen, die auf diese Art des Sehvorganges hindeuten:

  • "Einen Blick auf etwas werfen“
  • "Einen Blick austauschen“

  • "Durch das Fenster sehen“

  • "In einen Kasten gucken“

  • "Genau hinsehen“

  • "Ein stechender Blick“

Ptolemäus (ca. 100– 160 n. Chr.) widersprach dieser Theorie: Wenn nämlich das Auge Sehstrahlen ausschickte, müsste man ja auch im Dunkeln sehen können. Ptolemäus vermutete zweierlei Strahlen, durch deren Zusammenwirken das Sehen erst möglich wird – die Sehstrahlen, die vom Auge ausgehen, und die Lichtstrahlen, die von Lichtquellen ausgehen.

 

 

Bei der Befragung von 13-14jährigen Schülern stellten sich zwei sehr häufige Vorstellungen vom Sehen heraus:

  • „Licht macht hell“, d.h. es besteht keine Verbindung zwischen Lichtquelle, dem Gegenstand und dem Auge.

 

 

 

  • „Licht ermöglicht den Gegenstand zu sehen, weil es den Gegenstand beleuchtet.

 

 

Aufgabe:
Entscheide dich nun, in welcher der Skizzen der Sehvorgang richtig dargestellt wird:


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