Ph 07

Versuch

Kurzschluss


Vorversuch:
An das Netzgerät werden zwei zueinander parallel geschaltete Stromkreise angeschlossen.

  • Wäre in jeden Teilzweig nur je ein Lämpchen vom gleichen Typ geschaltet, so würden diese gleichberechtigt gleich hell leuchten.
  • Wie nebenstehend skizziert, wird aber in jeden Teilzweig zusätzlich zum Lämpchen viel Leitungsdraht, der auf eine Rolle gewickelt ist, geschaltet. Dabei ist auf die Rolle im unteren Teilzweig mehr Draht aufgewickelt als im oberen Zweig. Die Art des Drahtes ist in beiden Teilzweigen gleich.
Ergebnis:
Im Zweig, in dem sich mehr Draht befindet, leuchtet die Lampe schwächer.
Der Physiker sagt: "Im schlechter leitenden Zweig fließt der kleinere Strom."

 

Modellvorstellung:
Die vom Minuspol kommenden negativen Ladungen haben bei der Parallelschaltung zwei Möglichkeiten um zum Pluspol zu gelangen.
Der größere Teil der Ladungen nimmt den Weg durch den besser leitenden Zweig (die Ladungen gehen - wie die Schüler - den "Weg des geringsten Widerstands").


Nun machen wir einen Teilzweig besonders gut leitend, indem aus ihm das Glühlämpchen und der zusätzliche Leitungsdraht entfernt wird. Dieser Zweig besteht also nur noch aus einem Kupferkabel (rechtes Bild). Man sagt auch: Beim linken Lämpchen besteht ein Kurzschluss.

Aufgabe:

  • Deute das in den Bildern dargestellte Versuchsergebnis.
  • Überlege, warum das zweite Lämpchen, an dem kein Kurzschluss hergestellt wurde, notwendig ist.

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