Ph 07Medizin |
Augenspiegelzum Teil nach Colicchia,Wiesner |
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| Für Augenärzte ist es von großer Bedeutung, das Innere des Auges untersuchen zu können, also die Netz- und die Aderhaut, den Glaskörper und die Linse betrachten zu können. Dies setzt voraus, dass von diesen Teilen des Auges Licht gestreut wird und das Auge verlässt. Seit längerem ist bekannt, dass das ins Auge einfallende Licht teilweise am Augenhintergrund gestreut wird, z.B. dadurch, dass die Augen verschiedener Tiere (z.B. Katze) sowie Augen von Albinos aufleuchten. Das am Augenhintergrund gestreute Licht verlässt das Auge auf dem gleichen Wege wie es in das Auge gelangt ist, aber jetzt in Richtung auf die Lichtquelle zu. |
Bild vom Augenhintergrund |
| Dies hat zuerst der Physiker und Anatom H. von Helmholtz (1821-1894) erkannt. Dadurch entsteht das folgende Problem: Um das am Augenhintergrund gestreute und das Auge verlassende Licht auffangen zu können, muss der Beobachter sein Auge in den Strahlengang bringen, ohne die in das zu untersuchende Auge einfallenden Strahlen zu verschlucken. Ohne geeignete Hilfsmittel befindet sich der Beobachter zwischen Lichtquelle und zu untersuchendem Auge oder die Lichtquelle befindet sich zwischen Beobachter und zu untersuchendem Auge. In beiden Fällen ist die Beobachtung nicht möglich. 1850 entwickelte deshalb v. Helmholtz den Augenspiegel (Ophthalmoskop), mit dem er den Augenhintergrund beleuchten und das gestreute Licht mit seinem Auge auffangen konnte. Mit dieser Entdeckung lag eine einfache Untersuchungsmethode vor, mit der der Augenhintergrund in ausreichender Vergrößerung direkt beobachtet werden konnte. Heute stellt die moderne Technik neue komplizierte Geräte und Methoden zur Untersuchung der Augen zur Verfügung. Der Augenspiegel ist jedoch mit einigen Modifikationen als relativ einfaches Untersuchungsgerät erhalten geblieben. |
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Nebenstehend ist das Prinzip des Augenspiegels nach Helmholtz dargestellt.
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