Ph 07

Lesestoff

Lichtquellen

Als Lichtquelle bezeichnen wir alle Gegenstände von denen Licht ausgeht.
Es gibt Lichtquellen, in denen das Licht erzeugt wird. Diese nennt man direkte Lichtquellen oder selbst leuchtende Körper.
Es gibt aber auch Lichtquellen, die das Licht einer anderen Lichtquelle nur weitergeben. Diese nennt man indirekte Lichtquelle (das sind praktisch alle beleuchteten Körper, wie Mond, Planeten, Kometen, Wände, aber auch Du selbst).

In der folgenden Tabelle lernst du direkte Lichtquellen kennen. Bei den Erläuterungen tauchen einige Begriffe auf, die du erst im Verlauf des Unterrichts näher verstehen wirst. Manche Erläuterungen wenden sich nur an besonders interessierte Schüler.

Sonne
Hier gibt die etwa 200 km starke Schicht der Photosphäre der Sonne das Licht ab. Ihre Temperatur ist etwa 5770 K (Kelvin) und ihre Dichte ist etwa 0,000 001 g/cm³ (Vergleich Luft 0,001 g/cm³)
Hinweis:
Subtrahiert man von der Kelvin-Temperatur die Zahl 273, so erhält man die entsprechende Celsius-Temperatur. Beispiel: 273 K = 0 °C.
Fixsterne
Fixsterne sind sehr weit entfernte "Sonnen" mit Oberflächentemperaturen zwischen 3000 K (rot leuchtende Sterne) und 25000 K(blau leuchtende Sterne)

Meteore (Sternschnuppen)

Der wurde Nachthimmel über einen längeren Zeitraum fotografiert, die von links oben nach rechts unten laufenden Striche sind die Fixsterne, die zwei anderen Meteore

Meteore sind kleine Himmelskörper (Steine, Eisbrocken etc), die in den engsten Anziehungsbereich der Erde gelangt sind und beim Eindringen in die Erdatmosphäre durch die Luft gebremst werden. Dabei werden sie so heiß, dass sie leuchten und zum Teil flüssig und gasförmig werden. Nur von sehr großen Meteoren erreicht deshalb ein Teil die Erdoberfläche als Festkörper, der verflüssigte und vergaste Teil sinkt praktisch atomweise zum Boden.
Blitz
Beim Blitz kommen die Leuchterscheinungen durch elektrische Entladungen zustande, die im Blitzkanal das Luftgas auf verschiedene Weisen zum Leuchten anregen.
Nordlicht
Das Nordlicht entsteht wenn von der Sonne kommende Teilchen (im wesentlichen Elektronen und Protonen) durch das Erdmagnetfeld abgelenkt in der Nähe der Pole in die Erdatomsphäre gelangen und dort die Luftgasatome zum leuchten anregen.
Glut
Stark erhitzte Festkörper und Flüssigkeiten z.B. Lava(siehe Foto), Glut
Alle stark erhitzten Körper strahlen in einem für die Temperatur des Körpers charakteristischen Licht. Weniger heiße Körper strahlen rot, sehr heiße Körper weiß.
Feuer (stark erhitzte Gase)
In der Flamme entsteht durch die Hitze aber auch die bei der chemischen Verbrennungsreaktion Licht.

Glühlampe

rechts mit normalem Film fotografiert, links mit Infrarotkamera.

In der Glühlampe wird durch den Strom ein Draht so sehr erhitzt, dass er die für den erhitzten Körper charakteristische Lichtstrahlung abgibt. Je heißer der Glühlampendraht, desto weißer ist das Licht.
Mehr über Glühlampen bei Chritoph Wallner
Leuchtstoffröhre
Bei Leuchtstoffröhren treffen Elektronen, die durch die angelegte elektrische Spannung schnell gemacht wurden, im Gas der Röhre auf Gasatome und regen diese zum Leuchten an.
Mehr über Leuchtstofflampen bei Chritoph Wallner
Glimmlämpchen
Das Glimmlämpchen ist die kleinste Form der Leuchtstoffröhre.
Leuchtdioden
Bei Leuchtdioden werden an einer Halbleitergrenzschicht Strukturen des Halbleiters direkt zum Leuchten angeregt.
Mehr über Halbleiterleuchten bei Christoph Wallner
Lumineszierendes Material
Lumineszierendes Material nimmt Licht, Elektronenstrahlung oder UV-Strahlung auf und gibt diese als andersfarbiges Licht gleich (fluoreszierend) oder mit einer Verzögerung (phosphoreszierend) wieder ab. Dies wird u.a. bei Leuchtstoffröhren, Fernsehschirmen, nachtaktiven Zifferblättern von Uhren etc. angewandt.
Mehr über Lumineszenz bei Christoph Wallner
Glühwürmchen
Weibliche Glühwürmchen (ca. 2 mm lang) und einige andere Tiere regen durch Stickstoffausstoß chemische Reaktionen an, die phosphoreszierende Materialien zum Leuchten bringen, um Männchen auf sich aufmerksam zu machen.