Ph 07Heimversuche |
Cartesische Tauchernach Hilscher siehe unten! |
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Streichholzköpfe werden als Cartesianische Taucher
verwendet.
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Erklärung (geht über den Stoff der 7. Klasse hinaus):
Ob ein Körper in einer Flüssigkeit zu Boden sinkt, schwebt, oder nach oben steigt
hängt von der Resultierenden aus Auftriebs- und Gewichtskraft ab, die auf den
Körper wirkt. In den beiden Varianten des Experiments wird durch Druckänderung
die Auftriebskraft verändert, während die Gewichtskraft gleich bleibt. Auf welche
Weise der Druck die Auftriebskraft beeinflusst ist in beiden Fällen völlig verschieden.
Bei der Streichholzversion basiert das Verhalten des "Tauchers" auf der vom
Druck abhängigen Löslichkeit von Luft in Wasser (allgemein von Gasen in Flüssigkeiten).
Je höher der Druck ist, desto mehr Luft löst sich im Wasser. Bei äußerem Luftdruck
d.h. ohne zusätzlichen über den Gummistopfen auf das Wasser ausgeübten Druck
haften Bläschen nicht gelöster Luft an der Oberfläche des "Tauchers". Mit zunehmendem
Druck verkleinern sich die Bläschen durch Lösen der Luft in Wasser. Dadurch
verringert sich das Volumen des "Tauchers", also das Volumen der Flüssigkeit,
die durch den "Taucher" verdrängt wird, und damit der Auftrieb. Bei hohem Druck
können die Bläschen sogar ganz verschwinden. Untersuchungen zur Erklärung wurden
von J. Grosu und O. Baltag durchgeführt. Bei der Variante mit der Kugelschreiberhülse
verringert (vergrößert) sich der Auftrieb dadurch, dass sich bei Zunahme (Abnahme)
des Druckes das Volumen der eingschlosse-nen Luft und damit das Volumen der
verdrängten Flüssigkeit verringert (vergrößert). Mit diesen Experimenten wird
das Wechselspiel zwischen Gewichtskraft und Auftriebskraft beim Steigen, Schweben
oder Sinken eindrucksvoll demonstriert.
Bemerkungen:
Der Name Cartesianischer Taucher wird schon in alten Physikbüchern für eine
derartige Versuchsanordnung verwendet. Obwohl der Cartesianische Taucher angeblich
bereits im Altertum bekannt war, nennen einige Quellen als seinen Erfinder Raphael
Magiotti in Rom (1648), andere dagegen schreiben die Erfindung, aufgrund seines
Namens, dem französischen Philosophen und Naturwissenschaftler René Descartes
(lat.: Renatus Cartesius) (1596-1650) zu, nach dem auch das von ihm eingeführte
Kartesische Koordinatensystem in der Mathematik benannt ist.
Literatur:
Hilscher, H.: Universität Augsburg Institut für Didaktik der Physik
CD-ROM Freihandexperimente
Zeier, E.: Physikalische Schulversuche, Freihandversuche, kleine Experimente,
Aulis Verlag Deubner & Co.KG, Köln 1986