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Aufgabe:
Es soll von obiger Messreihe ein αL-αPG-Diagramm erstellt werden. Dazu verwendet man meist kariertes Papier oder bei höheren Ansprüchen an die Genauigkeit ein Millimeterpapier.
Zeichnen des Koordinatensystems:
Zeichnen der Koordinatenachsen und Anfügen der Achsenpfeile.
Maßstab und Skalierung:
Ist kein Maßstab vorgegeben, wählt man diesen so, dass etwa die halbe bzw. bei genaueren Ansprüchen die ganze Seite vom Diagramm ausgefüllt wird. In obigem Beispiel ist der größte αL-Wert 84°. Wollen wir nur die halbe Seitenbreite beanspruchen, so wählen wir für 10° einen Zentimeter auf der horizontalen Achse und übernehmen diesen Maßstab auch für die vertikale Achse. Entsprechend dem gewählten Maßstab wird eine Skala an den Achsen aufgetragen (Skalierung).
Achsenbeschriftung:
Jede Achse wird mit einem Pfeil versehen und mit dem Symbol der physikalischen Größe beschriftet, die auf ihr abgetragen wird.
Einheiten:
In dem gewählten Beispiel haben die darzustellenden Größen keine Einheit. Sollten wir anstelle des αL-αPG-Diagramms z.B. ein Zeit-Orts-Diagramm (kurz t-x-Diagramm mit t für die Zeit (time) und x für den Ort) zeichnen, so müssten wir auch noch die jeweilige Einheit berücksichtigen. Man könnte an jede Zahl die entsprechende Einheit anfügen z.B. 10s, 20s . . . und 5m, 10m . . .
Etwas zeitsparender ist es allerdings, wenn man nicht jede Zahl mit der Einheit versieht, sondern bei der Achsenbeschriftung die Einheit angibt:
- t in s und x in m.
- Häufig findet man auch die folgende Darstellung: t/s und x/m. Hier wird die physikalische Größe durch die zugehörige Einheit dividiert. t/s = 10 bedeutet dann auch t = 10s.
Eintragen der Messpunkte:
Die gemessenen Wertepaare werden mit einem Punkt oder besser mit einem Kreuz markiert.
Zeichnen des Graphen:
"Anfänger" verbinden die Messpunkte durch Strecken dabei würde sich eine Zick-Zack-Kurve ergeben (keine übliche Vorgehensweise). "Profis" versuchen durch die Messpunkte eine möglichst glatte Kurve zu legen. Ist dies nicht möglich, so legt man die Kurve so, dass die Messpunkte wenigsten möglichst nah an der Kurve liegen (ein Kurvenlineal oder ein entsprechendes Zeichenprogramm leistet hier gute Dienste).
Hinweise:
- Sollte ein Messpunkt deutlich neben der gezeichneten Kurve liegen, so ist zu überprüfen, ob evtl. ein Fehleintrag oder ein Messfehler vorliegt.
- Zeichne zunächst den Graphen mit einem dünnen Bleistift (leichte Korrekturmöglichkeit). Wenn die Kurve gelungen ist, kannst du mit einem Farbstift nachmalen.
Interpolieren:
Der große Vorteil einer graphischen Darstellung der Messwerte ist die sogenannten Interpolationsmöglichkeit. Dies bedeutet, dass man sehr leicht weitere Wertepaare, die zwischen den Messpunkten liegen ermitteln kann. So gehört z.B. zum αL = 35° der Wert αPG = 22,5°.
Hinweis:
Ein deutliche Verlängerung der Messkurve über die Messwerte hinaus (Extrapolation) ist unzulässig. |