Ph 07Geschichte |
André, Marie Ampère (1775-1836)französischer Mathematiker und Physiker |
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Ampère war ein hochbegabtes Kind, das keine der großen Schulen besuchte. Er verschlang schon als Kinde jede Literatur, die ihm zu Hause in die Hände fiel. Als Dreizehnjähriger bat er den Bibliothekar der Bücherei in Lyon, ihm die Werke von Euler und Bernoulli (den damals führenden Mathematikern) auszuhändigen. Als der Bibliothekar meinte, dass diese Literatur für Ampère zu schwer sei und außerdem in dem für André unbekannten Latein geschrieben sei, erlernte er in wenigen Wochen das für das Verständnis wichtige Latein und studierte dann die mathematischen Werke. |
![]() Selbstbildnis |
In einem Vortrag hörte Ampère - als er schon Professor an der berühmten Ecole Polytechnique in Paris war - von den Entdeckungen Oersteds (Ablenkung einer Kompassnadel in der Nähe eines stromdurchflossenen Leiters). In eigenen Experimenten entdeckte er darüber hinaus, dass stromdurchflossene, gerade Leiter unter bestimmten Bedingungen Kräfte aufeinander ausüben können. Dazu wählte er u.a. das folgende Experiment:
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Der obere, stromdurchflossene Drahtrahmen ist um die gestrichelte Achse drehbar (Drahtspitzen in mit Quecksilber gefüllten Stahlnäpfchen). Zwischen dem beweglichen Leiter CD und dem festen Leiter AB kommt es
Hinweise:
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Nach sehr kurzer Zeit gelang es Ampère die mehr qualitativen Beobachtungen von Oersted und seine eigenen Beobachtungen in eine quantitative Theorie zu fassen und so die Grundlagen zu einer mathematischen Theorie des Elektromagnetismus zu legen. Das Wort Elektromagnetismus ist übrigens eine Wortschöpfung Ampères.
Neben den Kraftwirkungen zwischen den stromdurchflossenen Leitern fand Ampère (man nannte ihn den "Newton des Elektromagnetismus") noch Lösungen für eine ganze Reihe anderer Probleme. Den Permanentmagnetismus erklärte er durch elektrische Ströme in den Molekülen, er führte die stromdurchflossene Spule ein, die sich wie ein Stabmagnet verhält und entwickelte eine Wellentheorie der Wärmelehre.
Auf Vorschlag des deutschen Physikers Helmholtz wurde die Einheit der Stromstärke in Erinnerung an die großen Leistungen des Wissenschaftlers Ampère (A) benannt.