Ph 07Geschichte |
Ein kurze Geschichte des Spiegels
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| Die ersten Spiegelbilder dürften die frühen Menschen an ruhigen Gewässern entdeckt haben. Dabei waren sie sicher neugierig auf ihr eigenes Antlitz, das sie sonst nirgendwo sehen konnten. |
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Im 13. Jh. gelang es in Deutschland, die Rückseite eines Flachglases mit einer Metalllegierung zu belegen. Diese Erfindung wurde von der späteren Glashochburg Venedig (Murano) vervollständigt, doch konnte man zu dieser Zeit immer noch keine sehr großen Spiegel herstellen. Übrigens war es den Glasmachern von Murano bei Todesstrafe untersagt ihr Wissen preiszugeben. Erst das 1688 in Frankreich unter König Ludwig XIV. erfundene Plattengießverfahren reichte aus, großflächige Spiegel zu schaffen. Dazu wurde die Glasmasse durch Walzen auf einem Tisch ausgebreitet. Nach dem Erkalten des Glases schliff und polierte man dessen Oberflächen glatt und eben. So entstand Flachglas von höchster Qualität, das durch Belegung mit niedrigschmelzendem Metall zum Spiegel wurde. Der Spiegelsaal in Versailles gibt Zeugnis von der damaligen Handwerkskunst. Heute gibt es Spiegel aller Art in unseren Haushalten. Das reine Spiegelglas - über dessen Herstellung du dich auf einer eigenen Seite informieren kannst - ist kein Luxusgegenstand mehr. Guten Lesestoff über die Geschichte des Spiegels liefert ein Artikel aus der Zeitschrift PM von E. Deissinger.
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Eine interessante Spiegel-Sonderform ist der sogenannte Spion-Spiegel: Fahre mit dem Mauszeiger über den Spiegel in dem nebenstehenden Bild, dann siehst du, wie es hinter dem Spiegel aussieht. |
Ein Spion-Spiegel ist ein halbdurchlässiger Spiegel, d.h. auftreffendes Licht wird zum Teil reflektiert und zum anderen Teil durchgelassen. Insofern lässt der Spion-Spiegel Licht nach beiden Seiten durch. Die nebenstehende, schematisierte Skizze zeigt, dass fast kein Licht von der dunklen, rechten Seite zur hellen, linken Seite gelangt und dass wenig Licht auf die rechte Seite zurück reflektiert wird.
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