Beugung und Interferenz

Optik

Beugung und Interferenz

  • Kommt Licht um die Ecke?
  • Licht + Licht = Dunkelheit?
  • Wie misst man die Wellenlänge von Licht?

Bestimmung des Spaltabstandes b des Doppelspalt (wenn er nicht schon auf dem Doppelspalt-Dia angegeben ist)

1. Methode: Abbildung durch eine Sammellinse

Mit einer geeigneten Sammellinse (z.B. f = 150 mm) bildet man den Doppelspalt vergrößert auf einem Schirm ab. Es gilt dann:

\[ \frac{b}{b'} = \frac{x}{x'} \Rightarrow b = b' \frac{x}{x'} \]

2. Methode: Verwendung eines Diaprojektors und eines Dias mit transparentem Maßstab

Man bildet das Doppelspalt-Dia mit einem Projektor ab und misst den Abstand b' der Spaltbilder. Anschließend bildet man das Dia mit dem transparenten Millimeter-Maßstab ab und misst den Abstand Δx' zweier benachbarter Millimeterlinien. Für den tatsächlichen Spaltabstand b gilt dann:

\[ \frac{b}{1 \rm{mm}} = \frac{b'}{\Delta x'} \Rightarrow b = \frac{b'}{\Delta x'} \rm{mm} \]

Bei dem verwendeten Doppelspalt ergab sich b = 0,10 · 10-3 m.

Doppelspaltversuch mit Glühlicht

  • Ist a >> b, so kann man näherungsweise davon ausgehen, dass die Strahlen von den beiden Spalten parallel weglaufen, es gilt dann:

\[ \Delta s \approx b \cdot \sin{\alpha} \]

  • Ist dk (Abstand des k-ten Maximums von der optischen Achse) wesentlich kleiner als a, so gilt die Kleinwinkelnäherung:

\[ \sin{\alpha} \approx \tan{\alpha} \approx \alpha \]

  • Unter Verwendung dieser beiden Näherungen gilt für die Wellenlänge λ:

\[ k \cdot \lambda = b \cdot \sin{\alpha_k} \Rightarrow \sin{\alpha_k} = \frac{k \cdot \lambda}{b} \text{     (1) } \] \[ \tan{\alpha_k} = \frac{d_k}{a} \text{     (2) } \]
Da \(\sin{\alpha_k} \approx \tan{\alpha_k} \) gilt mit (1) und (2):
\[ \frac{k \cdot \lambda}{b} = \frac{d_k}{a} \Rightarrow \lambda = \frac{d_k \cdot b}{a \cdot k} \]
 

Messergebnisse:

Abstand der beiden Maxima 2. Ordnung bei Verwendung eines Rotfilters: 140 mm; Abstand des Schirms vom Doppelspalt a = 5,00 m:

\[ \lambda_{rot} = \frac{70 \cdot 10^{-3} \cdot 0,10 \cdot 10^{-3}}{5,00 \cdot 2} \rm{m} \approx 7,0 \cdot 10^{-7}\rm{m} \]

Abstand der beiden Maxima 2. Ordnung bei Verwendung eines Grünfilters: 95 mm; Abstand des Schirms vom Doppelspalt a = 5,00 m:

\[ \lambda_{grün} = \frac{47,5 \cdot 10^{-3} \cdot 0,10 \cdot 10^{-3}}{5,00 \cdot 2} \rm{m} \approx 4,8 \cdot 10^{-7} \rm{m} \]

Doppelspaltversuch mit Laserlicht

Bei einem Doppelspalt mit \({b = 0,10 \cdot {{10}^{ - 3}}{\rm{m}}}\) und einem Schirmabstand \({a = 5,00{\rm{m}}}\) vom Doppelspalt ergab sich bei Verwendung von Laserlicht für das Maximum 1. Ordnung ein Abstand von der optischen Achse von \({32{\rm{mm}}}\).

Berechne die Wellenlänge des Laserlichts.

Hinweis:

Für genauere Messungen der Wellenlänge des Lichts verwendet man in der Regel keinen Doppelspalt, sondern einen Vielfachspalt (Gitter). Die Vorgehensweise bei der Wellenlängenberechnung beim Gitter stimmt mit der wie sie beim Doppelspalt verwendet wurde völlig überein.

Der Vorteil des Gitters ist, dass die Interferenzerscheinung aufgrund der Vielzahl der Spalte heller ist. Außerdem sind die Maxima enger begrenzt und somit ist dk genauer messbar.

 

Doppelspaltversuch mit Glühlicht

Ziel des optischen Grundaufbaus ist es:
1. das Licht der Lampe auf die Abbildungslinse zu bündeln
2. den Kohärenzspalt scharf auf den Schirm abzubilden.
3. das zu untersuchende Objekt (z.B. Doppelspalt oder Mehrfachspalt) in den Strahlengang zu bringen.
4. das Interferenzbild am Schirm zu beobachtbar zu machen.

 

  • Das Licht der Lampe wird durch einen Kondensor und eventuell einen hinter der Lampe angebrachten Hohlspiegel auf die Abbildungslinse gebündelt.
  • Der Kohärenzspalt wird durch die Abbildungslinse auf den Schirm scharf abgebildet.
  • Durch Verengung des Kohärenzspaltes wird das Interferenzbilder schärfer, allerdings leidet die Lichtstärke.
  • Der Doppelspalt wird vor oder hinter die Abbildungslinse gebracht
  • Fraunhofer, einer der besten optischen Experimentatoren, verwendete statt einer zwei Abbildungslinsen, zwischen denen der Strahlengang parallel verlief und brachte zwischen diese beiden Linsen den Doppelspalt.
  • Als letztes kann man noch durch diverse Filter eine einfarbige Interferenzerscheinung erzeugen.

Schirmbild bei Bestrahlung des Doppelspalts mit grünem Licht

Schirmbild bei Bestrahlung des Doppelspalts mit weißem Licht

Doppelspaltversuch mit Laserlicht

Mit wesentlich weniger Geräteaufwand und Justierarbeit ist der Doppelspaltversuch mit dem Laser durchzuführen: Das folgende Foto zeigt den Aufbau, bei dem man den Kondensor und den Kohärenzspalt und natürlich auch das Filter weglassen kann. Da der Laser bereits ohne Abbildungslinse scharfe Bildpunkt auf dem Schirm zeigt, kann auch die Abbildungslinse entfallen.

 

Sollte der Querschnitt des Laserlichtbündels zu klein für die Ausleuchtung des Doppelspalts sein, so kann man mit einer kurzbrennweitigen Sammellinse (z.B. Objektiv eines Mikroskops) für eine Strahlaufweitung sorgen.

Der Einfachspalt L wird mit einer Halogenlampe beleuchtet.

Der Einfachspalt steht in der Brennebene der Linse L1, so dass das vom Spalt L ausgehende divergente Lichtbündel zu einem Parallelbündel gewandelt wird.

Das Parallelbündel wird durch die Linse L2 scharf auf die Mattscheibe M des Spiegelkastens abgebildet.

Das Auge betrachtet diese Mattscheibe mit Hilfe einer kleinen Lupe Lu. Mattscheibe, Lupe und Umlenkspiegel S befinden sich im sogenannten Spiegelkasten SK.

Bringt man nun den Doppelspalt DS in das Parallelbündel zwischen den beiden Linsen, so erfolgt die Beugung des Lichts. Auf der Mattscheibe sind sehr gut die Interferenzerscheinungen, die durch den Doppelspalt hervorgerufen werden (subjektiv) zu beobachten.

Mit Hilfe des Farbfilters F kann eine Farbauswahl getroffen werden.

Teilversuch 1
Variation des Spaltmittenabstands b
bei gleicher Spaltbreite B

Teilversuch 2
Variation der Spaltbreite B
bei gleichem Spaltmittenabstand b

Teilversuch 3
Variation der Lichtfarbe
bei gleichem b und B

 

Für das k-te Maximum gilt
\[ \Delta s = k \cdot \lambda \]
Außerdem gilt (vgl. Skizze)
\[ \Delta s = b \cdot \sin{\alpha_k} \Rightarrow k \cdot \lambda = b \cdot \sin{\alpha_k} \Rightarrow \lambda = \frac{b \cdot \sin{\alpha_k}}{k} \text{     (1) } \]
Da sich alle Parallelstrahlen in der Brennebene an dem Ort treffen, wo auch der Hauptstrahl (Strahl durch das Linsenzentrum) den Schirm treffen würde, gilt (wobei f2 die Brennweite der Linse L2 ist):
\[ \tan{\alpha_k} = \frac{d_k}{f_2} \text{     (2) } \]
Mit der Kleinwinkelnäherung \( \sin{\alpha} = \tan{\alpha} \) folgt mit (1) und (2)
\[ \lambda = \frac{b \cdot d_k}{k \cdot f_2} \]
Die Linse 2 hatte eine Brennweite von f2 = 297 mm. Die Auswertung erfolgt mit Hilfe des Maximums 2. Ordnung anhand der Bilder bei der Variation der Lichtfarbe (beachten Sie hier die kleinen weißen Markierungen beim 0. und beim 2. Maximum):

Für blaues Licht ergab sich für d2 = 0,50 mm:
\[ \lambda_{blau} = \frac{0,50 \cdot 10^{-3} \cdot 0,50 \cdot 10^{-3}}{2 \cdot 297 \cdot 10^{-3}} \rm{m} \approx 4,2 \cdot 10^{-7} \rm{m} \]

Für grünes Licht ergab sich für d2 = 0,70 mm:
\[ \lambda_{grün} = \frac{0,50 \cdot 10^{-3} \cdot 0,70 \cdot 10^{-3}}{2 \cdot 297 \cdot 10^{-3}} \rm{m} \approx 5,9 \cdot 10^{-7} \rm{m} \]

Für rotes Licht ergab sich für d2 = 0,50 mm:
\[ \lambda_{rot} = \frac{0,50 \cdot 10^{-3} \cdot 0,90 \cdot 10^{-3}}{2 \cdot 297 \cdot 10^{-3}} \rm{m} \approx 7,5 \cdot 10^{-7} \rm{m} \]

Feste Wellenlänge λ - variabler Abstand b der Quellen

Legt man zwei Folien mit Kreiswellensystemen übereinander, so entstehen Muster, die einem schön zeigen, wo es Minima- (ganz schwarz) und Maximabereiche (Abwechselnd schwarz-weiß) gibt.

Du kannst die Animation mit den Buttons anhalten und bildweise abspielen. Bei fester Wellenlänge λ der Sender wird der Abstand b der beiden Quellen verändert.

Das dargestellte Interferenzwellenfeld ergibt sich bei zwei punktförmigen Lichtquellen (diese müssen jedoch einige Bedingungen erfüllen, die hier noch nicht angesprochen werden können).

Das Interferenzwellenfeld eines Doppelspalts ergibt sich, wenn man eine Halbebene abdeckt.

Hinweis: Die Lösungen zu dieser Aufgabe sind teilweise nur mit der Theorie zum Doppelspalt möglich.

Gib eine "Je-Desto-Beziehung" zwischen der Zahl der auftretenden Maxima und dem Abstand b der Quellen (bei fester Wellenlänge λ) an.

Stelle den Abstand der beiden Quellen auf b = λ ein. Stelle fest, wo im 1. Quadranten (0° ≤ α ≤ 90°) Maxima und Minima festzustellen sind.

Berechne mit Hilfe der Theorie zum Doppelspalt die Weite α des Winkels, unter dem das 1. Minimum bei b = λ auftritt.

Zeige rechnerisch, dass für b = λ nur zwei Maxima im 1. Quadranten auftreten können.

Fester Abstand b der Quellen - variable Wellenlänge λ

Du kannst die Animation mit den Buttons anhalten und bildweise abspielen. Bei festem Abstand b der Quellen wird die Wellenlänge λ der Sender verändert (der Betrag der jeweiligen Wellenlänge ist als rot markierte Strecke rechts unten angegeben).

Das dargestellte Interferenzwellenfeld ergibt sich bei zwei punktförmigen Lichtquellen (diese müssen jedoch einige Bedingungen erfüllen, die hier noch nicht angesprochen werden können).

Das Interferenzwellenfeld eines Doppelspalts ergibt sich, wenn man eine Halbebene abdeckt.

Geben Sie eine "Je-Desto-Beziehung" zwischen der Zahl der auftretenden Maxima und der Wellenlänge λ (bei festem Abstand b der Quellen) an.

Interferenzversuche gehören zu den Experimenten, bei denen die Wellennatur des Lichts klar zu Tage tritt. Besonders einfach wird die Durchführung eines solchen Versuchs durch Einsatz eines Lasers, da dieser kohärentes, monochromatisches Licht liefert. Dies bedeutet, dass die Wellenzüge des Lichts zusammenhängend sind und eine genau definierte Wellenlänge besitzen.

In dem hier simulierten Experiment trifft ein Laserstrahl auf einen Doppelspalt, also zwei nahe beieinander liegende Spalte von vernachlässigbarer Breite. Wenn der Spaltabstand nicht wesentlich größer ist als die Wellenlänge, so sind auf dem Beobachtungsschirm deutliche Abweichungen vom geradlinigen Lichtstrahlenverlauf zu erkennen.

Über die Eingabefelder ("Enter"-Taste nicht vergessen!) und Schieberegler der Schaltfläche lassen sich – in gewissen Grenzen – die Wellenlänge, der Spaltabstand und der Winkel gegenüber der Geradeaus-Richtung variieren. Die App gibt an, für welche Winkel Maxima oder Minima auftreten. Des Weiteren ist es möglich, für den eingestellten Winkel (entsprechend den Pfeilen auf dem Beobachtungsschirm) die relative Intensität des Lichts (zwischen 0 und 1) abzulesen. Der untere Teil der Schaltfläche enthält zwei Optionsfelder "Interferenzmuster" und "Intensitätsverteilung". Hat man "Interferenzmuster" gewählt, so sieht man links unten ein Abbild des Beobachtungsschirms zusammen mit einer Winkelskala. Im anderen Fall zeigt ein Diagramm, wie die Lichtintensität vom Winkel abhängt.

  
  
  
 
 
  
 
 
 
HTML5-Canvas nicht unterstützt!

Wir danken Herrn Walter Fendt für die Erlaubnis, diese HTML5/Javascript-Animation auf LEIFIphysik zu nutzen.

Versuchsaufbau

Anordnung mit Objektiv zur Bestimmung des Abstands b der beiden virtuellen Lichtquellen

Anordnung ohne Objektiv zur Darstellung der Interferenzfigur

Zur Justierung der Anordnung:

  • Zunächst wird mit der starken Lichtquelle (Kohlebogenlampe) das Licht durch einen Kondensor auf den sehr engen senkrechten Kohärenzspalt gebündelt.
  • Dann wird mit einem Objektiv der Kohärenzspalt scharf auf einen etwa a = 5,00 m entfernten Schirm abgebildet.
  • Nun bringt man etwa 10 cm hinter dem Kohärenzspalt das Biprisma und schiebt es so genau in den Strahlengang, dass am Schirm aus dem einen Spaltbild zwei Spaltbilder werden.
  • Aus dem Abstand dieser Spaltbilder b´, dem Abstand Schirm - Objektiv x´ und dem Abstand Objektiv Kohärenzspalt bestimmt man den Abstand b der beiden virtuellen Kohärenzspalte.

\[ \frac{b}{b'} = \frac{x}{x'} \Rightarrow b = b' \cdot \frac{x}{x'} \]

 

  • Anschließend bringt man ein Farbfilter in den Strahlengang, so dass die beiden Spaltbilder farbig werden.
  • Entfernt man nun das Objektiv, so kann man an der Stelle der bisherigen Spaltbilder Interfernzfiguren wie beim Doppelspaltversuch sehen und entsprechend wie beim Doppelspaltversuch die Wellenlänge bestimmen.

Biprisma - Überlappung

Mit Hilfe eines Biprismas gelingt es aus der realen Lichtquelle "Kohärenzspalt L" zwei virtuelle Lichtquellen L' und L'' zu erzeugen. Das scheinbar von diesen beiden virtuellen Quellen ausgehende Licht kommt - ähnlich wie beim Doppelspalt - zur Überlappung. Im Überlappungsbereich tritt Interferenz auf.

Theoretische Behandlung des Biprismaversuchs:

Für den Gangunterschied Δs der von L' und L'' ausgehenden Wellen gilt:
\[\Delta s = b \cdot \sin \left( \alpha  \right)\]

\(\alpha\):

Winkel zwischen optischer Achse und dem Strahl zum Beobachtungspunkt auf dem Schirm;

Für das k-te Maxima gilt
\[k \cdot \lambda  = b \cdot \sin \left( \alpha  \right)\]
und für \({\alpha \, \ll \,1}\) (Kleinwinkelnäherung)
\[k \cdot \lambda  \approx b \cdot \tan \left( \alpha  \right) = b \cdot \frac{{{d_k}}}{a}\]

Analog gilt für das k+1-te Maximum:

\[ (k + 1) \cdot \lambda \approx b \cdot \frac{d_{k+1}}{a} \]

Für den Abstand Δd benachbarter Maxima folgt daher:

\[ \Delta d = d_{k+1} - d_k \\\\
\Delta d = \frac{\lambda \cdot a}{b} \]


Dieser Versuch eignet sich sehr gut als Praktikumsversuch. Die Messlupe ersetzt den Schirm.

Foto des Versuchs
Schemaskizze

Messlupenbild ohne Objektiv zeigt die Interferenz
Messlupenbild mit Objektiv zeigt die virtuellen Quellen

Grundaufbau des Versuchs

Dies ist der einfache Grundaufbau nach Fraunhofer, der bei entsprechender Ausrüstung auch als Praktikumsversuch durchführbar ist:

  • Die Lampenwendel wird durch die Linse 1 (Kondensor) scharf auf die Linsenmitte der Linse 2 (Abbildungslinse) abgebildet.
  • Der zwischen beiden Linsen stehende verstellbare Spalt wird durch die Abbildungslinse scharf auf die Wand bzw. die Messlupe abgebildet.

Versuchsergebnisse

Beschreibe die Farbgebung des 0. Maximums und des 1. und 2. Maximums.

Beschreibe, wie die Breite des 0.Maximums im Verhältnis zur Breite der Maxima höherer Ordnung ist.

Beschreibe, wie sich das Bild mit Verringerung der Spaltbreite verändert.

Einfachspalt-Versuch mit dem Laser

 

Der Aufbau mit dem Laser ist einfach. Es ist lediglich der verstellbare Spalt in den Strahlengang des Lasers zu stellen. Eine Aufweitung des Laserstrahls durch eine Linse, wie sie beim Mehrfachspalt meist sinnvoll ist, kann hier entfallen.

So sieht das Bild des Lasers nach Durchgang durch einen Einfachspalt auf dem Schirm aus.

Betrachte auch die mechanische Analogie, nämlich die Bilder aus der Wellenwanne.

 

Karlheinz Meier von der Universität Heidelberg stellt leicht verständliche Videos zum Physikunterricht zur Verfügung. In anderthalb Minuten wird gut fassbar in das Prinzip einer technischen Erfindung eingeführt oder ein physikalisches Phänomen vorgestellt.

In diesem Video zeigt Karlheinz Meier die Interenz von Wellen bei einer Feder, beim Schall und beim Licht.

zum Video

Das Newton-Glas besteht aus einer planparallelen Platte, die auf einem nicht reflektierenden schwarzen Hintergrund (Samt) liegt. Auf dieser liegt eine schwach gekrümmte Linse.

Man beobachtet zunächst mit dem freien Auge die Ringe.
Anschließend beobachtet man die Ringe mit einer Lupe und bestimmt deren Radius, indem man ein Millimeterpapier zusätzlich aufs Glas legt. Zusätzlich kann man das Licht durch Filter betrachten oder statt des Sonnenlichts das Licht einer Natriumdampflampe (gelbes monochromatisches Licht) verwenden.

Man kann die Ringe(siehe Foto) auch mit nebenstehender Anordnung an die Wand projizieren, indem man möglichst paralleles Licht durch die Kombination von Glasplatte und flacher Linse durchscheinen lässt. Um dann die wahren Ringradien aus den Bildradien zu ermitteln muss man die Abbildungsgleichung
G : B = g : b verwenden.

Bei nebenstehendem Foto von Kressier (TU München) war der Abstand vom Newtonglas zur Abbildungslinse g = 15 cm, der Abstand Abbildungslinse zur Beobachtungswand b = 3,00 m. Der Krümmungsradius der Linse ist R = 3,0 m, der eingefügte Maßstab hat cm-Einteilung.

 

Bestimme die Radien der 2. und 3. roten Ringes auf dem Bild und die zugehörigen Originalradien.

Erläutere, wodurch die farbigen Ringe zustande kommen.

Bestimme den effektiven Wegunterschied zweier interferierender Lichtstrahlen im Abstand r vom Kreismittelpunkt.

Bestimme daraus die Wellenlänge des roten Lichts.

zum Applet

Wer noch etwas probieren will, der findet hier zwei Java-Applets aus Korea, die den Versuch mit verschiedenem monochromatischem Licht simulieren.

zum Applet

Interferenzversuche gehören zu den Experimenten, bei denen die Wellennatur des Lichts klar zu Tage tritt. Besonders einfach wird die Durchführung eines solchen Versuchs durch Einsatz eines Lasers, da dieser kohärentes, monochromatisches Licht liefert. Dies bedeutet, dass die Wellenzüge des Lichts zusammenhängend sind und eine genau definierte Wellenlänge besitzen.

In dem hier simulierten Experiment trifft ein Laserstrahl auf einen Einzelspalt. Wenn die Spaltbreite nicht wesentlich größer ist als die Wellenlänge, so sind auf dem Beobachtungsschirm deutliche Abweichungen vom geradlinigen Lichtstrahlenverlauf zu erkennen.

Über die Eingabefelder ("Enter"-Taste nicht vergessen!) und Schieberegler der Schaltfläche lassen sich – in gewissen Grenzen – die Wellenlänge, die Spaltbreite und der Winkel gegenüber der Geradeaus-Richtung variieren. Die App gibt an, für welche Winkel Maxima oder Minima auftreten. Des Weiteren ist es möglich, für den eingestellten Winkel (entsprechend den Pfeilen auf dem Beobachtungsschirm) die relative Intensität des Lichts (zwischen 0 und 1) abzulesen. Der untere Teil der Schaltfläche enthält zwei Optionsfelder "Beugungsmuster" und "Intensitätsverteilung". Hat man "Beugungsmuster" gewählt, so sieht man links unten ein Abbild des Beobachtungsschirms zusammen mit einer Winkelskala. Im anderen Fall zeigt ein Diagramm, wie die Lichtintensität vom Winkel abhängt.

  
  
  
 
 
  
 
 
 
HTML5-Canvas nicht unterstützt!

Wir danken Herrn Walter Fendt für die Erlaubnis, diese HTML5/Javascript-Animation auf LEIFIphysik zu nutzen.

Bringt man einen Drahtring in eine Seifenlösung und zieht ihn aus dieser heraus oder bläst man Luft in ein Becherglas mit Seifenlösung, so bildet sich eine dünne Seifenhaut.
Im reflektierten Licht einer weißen Lampe kann man deutlich farbige Streifen erkennen.

Woher kommt dies?

Das Licht wird einerseits an der Vorderseite der Seifenhaut mit einem Phasensprung von π und andererseits an der Rückseite ohne Phasensprung reflektiert. Die beiden reflektierten Lichtwellen überlagern sich (interferieren). Je nach Dicke der Seifenhaut kommt es zu konstruktiver (verstärkender) oder destruktiver (auslöschender) Interferenz.

Bei konstruktiver Interferenz ist der Wegunterschied zwischen den beiden reflektierten Wellenzüge das Vielfache der Wellenlänge, wobei der Phasensprung als halbe Wellenlänge mit berücksichtigt ist.

Bei destruktiver Interferenz ist der Wegunterschied zwischen den beiden reflektierten Wellenzüge eine halbe Wellenlänge mehr als das Vielfache der Wellenlänge, wobei der Phasensprung als halbe Wellenlänge mit berücksichtigt ist.

Die Animation zeigt wie die Wellen reflektiert werden.

Links sieht man eine Seifenhaut, die ganz ruhig gehalten wurde, wobei die Seifenhaut oben nur wenige Nanometer dick ist.
Dadurch entspricht der gesamte Wegunterschied etwa dem Phasensprung von π, und es kommt zur Auslöschung.
Rechts wurde etwas gegen die Seifenhaut geblasen, so dass sich Turbulenzen bilden.
Wer noch etwas probieren will, der findet hier zwei sehr instruktive Java-Applets aus Korea, die den Versuch Licht simulieren.

Die Uni Wuerzburg und die Uni Ludwigsburg bieten auf dieser Seite einen kleinen Videofilm über eine dünne Seifenhaut im reflektierten Licht einer weißen Lampe.

Riesige fließende Seifenhäute werden erzeugt, indem man zwischen zwei mit Haltedrähten gespannten Drähten über einen Vorratsbehälter laufend Seifenlösung nachgibt, der dann langsam in die Wanne nach unten absinkt (siehe rechts).
Wegen der guten optischen Darstellung der Schichtdicken im reflektierten Licht verwendet man diese Anordnung um Turbulenzen in einer fließenden Flüssigkeit hinter einem Hindernis, dessen Form man vorgeben kann, zu zeigen (Im linken Bild wurde ein zylindrischer Körper in die Seifenströmung gebracht.)

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